Wie viel Geld braucht man zum Leben?

Statistik liefert konkretes Ergebnis

Wie viel Geld braucht man zum Leben? Auch wenn diese Frage von jedem Menschen anders beantwortet wird, liefern die aktuellsten Statistiken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hierzu ein ziemlich genaues Ergebnis.

Die wichtigsten Punkte:

  • Die Lebenshaltungskosten von Menschen variieren mitunter stark. Sie hängen nicht nur von der individuellen Lebenssituation, sondern auch stark von dem gewünschten Lebensstandard ab.
  • Laut zahlreicher Statistiken ist jedoch gut erkennbar, wie viel Geld der Durchschnittsbürger jeden Monat zum Leben benötigt.
  • Es gibt einige Kostenpunkte, die mitunter stark reduziert werden können. Hierbei macht es Sinn, seine Einnahmen- und Ausgabenposten genau unter die Lupe zu nehmen.
  • Hier erhältst du eine Übersicht an nützlichen Finanz-Apps, die dich bei der Realisierung eines Haushaltsbuches und vielem mehr, unterstützen.

Wie viel Geld braucht man zum Leben im Monat?

Je mehr Menschen wir danach fragen, wie viel Geld sie zum Leben brauchen, desto mehr verschiedene Antworten werden wir erhalten. Fakt ist: Der eine gibt mehr aus, der andere kommt auch mit weniger im Monat zurecht.

 

Gründe liegen in unterschiedlichen Konsumgewohnheiten, der Höhe des Einkommens, der Familiensituation, der Wohnsituation und der Qualität der Versicherungen. Nichtsdestotrotz wollen wir heute eine möglichst konkrete Richtgröße finden, um beurteilen zu können, ob wir mehr oder weniger als der Durchschnitt ausgeben.

 

Als Quelle für diesen Artikel beziehe ich mich auf die aktuellsten Daten von Statista. Konkret betrachten wir die Statistiken zur durchschnittlichen Höhe der Konsumausgaben je Haushalt im Monat in Deutschland, die am 12.12.2018 vom Statista Research Department veröffentlicht wurden.

 

Demnach beläuft sich die durchschnittliche Höhe der Konsumausgaben je Haushalt im Monat in Deutschland auf 2.517,00 €.

 

  • Wohnen, Energie und Wohninstandhaltung: 897,00 €
  • Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren: 348,00 €
  • Verkehr: 348,00 €
  • Freizeit, Unterhaltung und Kultur: 259,00 €
  • Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen: 146,00 €
  • Innenausstattung, Haushaltsgeräte und Haushaltsgegenstände: 140,00 €
  • Bekleidung und Schuhe: 110,00 €
  • Gesundheit: 98,00 €
  • Andere Waren und Dienstleistungen: 90,00 €
  • Post- und Telekommunikation: 64,00 €
  • Bildungswesen: 18,00 €
  • Summe: 2.517,00 €

 

(Quelle: statista.com | abgerufen am: 07.07.2020)

 

Bei meiner Recherche bin ich zudem darauf aufmerksam geworden, dass beispielsweise Beiträge für den privaten Versicherungsschutz nicht in der oben aufgeführten Auflistung enthalten sind. Auch hier ist es offensichtlich, dass die Beiträge für Versicherungsschutz von Mensch zu Mensch stark schwanken können. Nicht nur aufgrund der Tatsache, dass die Anzahl der Versicherungspakete von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist, es kommt hinzu, dass die Kosten je nach privater Lebenssituation, Einkommen oder Gesundheitszustand variieren.

 

Doch auch hierfür habe ich die passende Statistik für dich recherchiert. Demnach gaben im Jahr 2017 die privaten Haushalte in Deutschland im Schnitt etwa 123,00 € pro Monat für ihren Versicherungsschutz aus. (Quelle: statista.com | abgerufen am: 07.07.2020)

 

Beispiele für private Versicherungen, die je nach Lebenssituation, durchaus Sinn machen:

 

Wie viel Geld braucht man um zu überleben?

Wenn wir uns die Frage stellen, wie viel Geld wir zum überleben benötigen, so werden wir feststellen, dass es sich nur um einen Bruchteil der oben aufgeführten Summen handelt. Selbstverständlich muss auch hier zwischen dem Familienstand Ledig/Single oder Verheiratet mit Kindern unterschieden werden.

 

In Notsituationen können wir unsere eigenen Ausgaben auf ein Minimum reduzieren. Sobald Kinder im Spiel sind, sieht die Sache schon anders aus und verschärft die Problematik. Es gibt Kosten, wie beispielsweise Schulbücher, Klassenfahrten, Kleidung und Vereinsbeiträge, die wir für unseren Nachwuchs bezahlen müssen/wollen. Bei uns selbst können wir hier schon einmal stärker zurückstecken.

 

Fakt ist: Es gibt Kosten, die wir bei Bedarf deutlich verringern können und Kosten, die wir in jedem Fall bezahlen müssen/sollten.

 

Zu den monatlichen Kosten, die wir in Notsituationen deutlich reduzieren können, zählen beispielsweise:

 

  • Wohninstandhaltung
  • Tabakwaren
  • Freizeit, Unterhaltung und Kultur
  • Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen
  • Innenausstattung, Haushaltsgeräte und Haushaltsgegenstände

 

Zu den monatlichen Ausgaben, die sehr wichtig für uns sind und daher nicht reduziert werden können, zählen beispielsweise:

 

  • Wohnen, Energie
  • Nahrungsmittel, Getränke
  • Bekleidung und Schuhe
  • Gesundheit
  • Post- und Telekommunikation
  • Versicherungen

Wo du jeden Monat massiv Geld sparen kannst

Du erhältst im Folgenden 7 Ideen, wie du jeden Monat massiv Geld sparen kannst, ohne deine Lebensqualität deutlich einzuschränken. Besonders bei Versicherungsbeiträgen und Stromtarifen macht es Sinn, diese regelmäßig auf Kosten und Leistungen zu überprüfen.

 

  1. Lege zu Beginn eines Monats einen Teil deines Geldes zur Seite oder investiere dieses mit einem Fondssparplan (Dies geht bereits ab 25,00 € pro Monat).
  2. Führe ein Haushaltsbuch, in welchem du deine Einnahmen und Ausgaben listest.
  3. Verwende eine Einkaufsliste, um das Risiko von teuren Impulskäufen zu vermeiden (und gehe niemals hungrig einkaufen).
  4. Streiche oder ersetze Lebensmittel von deiner Einkaufsliste, wenn sie dir vermehrt verderben.
  5. Vergleiche Versicherungstarife und wechsle bei Bedarf den Anbieter.
  6. Kaufe keine teuren Fertig-Gemüsemischungen, sondern bereite alles frisch zu.
  7. Iss weniger Fleisch und verzichte auf Fastfood
  8. Kündige Abonnements, die du nicht nutzt (Fitnessstudio?! ;-))

Kann man mit 1000 Euro im Monat leben?

Ja, man kann mit 1.000,00 € im Monat leben.

 

Die Frage ist nur: Wo will ich wohnen und wie will ich wohnen? Es ist kein Geheimnis, dass die Mieten in Städten wie München, Berlin oder Hannover aktuell durch die Decke schießen. Hier eine günstige Wohnung zu finden stellt sich als äußerst schwierig dar. Anders sieht es aus, wenn du in ländlichen Gebieten wohnst. Hier sind Kaltmiete von lediglich 5,00 € je Quadratmeter durchaus realistisch und machen sich jeden Monat positiv in deinem Portemonnaie bemerkbar.

 

Selbstverständlich ist es in den meisten Fällen so, dass du aufgrund deines Berufs oder deiner Familie an einen bestimmten Wohnort gebunden bist. Hier heißt es, dass du wahrscheinlich besser sparen kannst, wenn du an anderen Kostenschrauben drehst.

 

Viele Menschen - und besonders häufig Studenten, leben von deutlich weniger als 1.000,00 € im Monat. Daher lässt sich die zuvor genannte Frage mit einem ganz klaren "Ja" beantworten.

 

Aber: Dieses "Ja" gilt nun mal nicht für alle Menschen und wird entschieden von den persönlichen Ausgabengewohnheiten, des Wohnortes, der Familiensituation und, und und ...

Fazit: So behältst du deine Finanzen genau im Blick

Aus eigener Erfahrung kann ich dir das Führen eines Haushaltsbuches nur wärmstens empfehlen. In diesem kannst du sowohl deine monatlichen Einnahmen und Ausgaben, sowie deine Vermögenswerte und Verbindlichkeiten eintragen. Zusätzlich macht es Sinn, die wöchentlichen Ausgaben für beispielsweise Einkäufe zu listen, um am Monatsende einen guten Überblick zu haben, wie viel wofür ausgegeben wurde.

 

Durch das Führen eines Haushaltsbuches kannst du jeden Monat genau sehen, wie viel Geld du zum Leben gebraucht hast und an welchen Stellen es mögliches Einsparungspotenzial gibt. Du wirst schnell feststellen, dass es sehr angenehm zu wissen ist, wie viel Geld am Ende jedes Monats übrig bleibt.

Autorenbeschreibung

Autorenfoto Ricardo Tunnissen

Ricardo Tunnissen

diplomierter Bankbetriebswirt BankColleg
zertifizierter VR-Gewerbekundenberater RWGA

Über den Autor

Ricardo Tunnissen hat das Bankgeschäft von der Pike auf gelernt. Nach Abschluss seiner Ausbildung zum Bankkaufmann IHK, bei einer regionalen Volksbank, startete er als Privatkundenberater mit einer Veranwortung für über 3.000 eigene Kunden.

Sowohl während seiner Zeit als Finanzierungsspezialist in der privaten Baufinanzierung, sowie als Gewerbekundenberater in der Firmen- und Gewerbekundenabteilung, bildete er sich zum zertifizierten VR-Gewerbekundenberater RWGA weiter.

Es folgte ein berufsbegleitendes Studium zum Bankfachwirt BankColleg, Bankbetriebswirt BankColleg und zuletzt zum diplomierten Bankbetriebswirt BankColleg auf dem Campus Schloss Montabaur.

Erfahre hier mehr über die fachlichen Qualifikationen und die berufliche Expertise vom Autor.

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