Private Finanzplanung

Finanzplan erstellen: So geht's

„Alles im Plan?“. Diese Frage stellt sich oft im Leben, auch bei den privaten Finanzen. Gerade hier empfiehlt es sich, nicht „planlos“ zu agieren.

 

Private Finanzplanung ist eine Mühe, die sich lohnt. Nachfolgend einige nützliche Informationen und Tipps, wie du dabei planvoll vorgehen kannst.

Die wichtigsten Punkte:

  • Private Finanzplanung ist sinnvoll, um finanzielle Ziele im Leben möglichst sicher zu erreichen.
  • Finanzielle Ziele sind individuell und hängen von den persönlichen Lebensumständen, der Lebenseinstellung und Lebensplanung ab.
  • Ausganspunkt der privaten Finanzplanung ist die Haushaltsrechnung - eine Gegenüberstellung der laufenden Einnahmen und Ausgaben.
  • Finanzielle Absicherung bildet einen wichtigen Bestandteil der Planung.
  • Maßnahmen zur Zielerreichung bewegen sich im magischen Dreieck von Rentabilität, Sicherheit und Liquidität.
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Warum ist private Finanzplanung wichtig?

Jeder hat im Leben bestimmte Ziele oder Wünsche, die er erreichen oder erfüllt sehen möchte. In vielen Fällen wird für die Realisierung Geld benötigt. Geld ist aber üblicherweise eine knappe Ressource und steht nur begrenzt zur Verfügung.

 

Ein großer Teil der verfügbaren Mittel wird überdies für die laufende Lebenshaltung benötigt. Nur ein kleiner Teil kann für längerfristige Zwecke gespart werden.

 

Daher ist es notwendig, planvoll mit diesen Beträgen umzugehen. Planung ist ein entscheidendes Instrument, um Überblick über die privaten Finanzen zu behalten und finanzielle Schieflagen zu vermeiden. Die Erfüllung von Wünschen per Kredit wird zwar heute leicht gemacht.

 

Kreditfinanzierungen sollten aber stets genau überlegt werden. Sie engen finanzielle Spielräume ein, unter Umständen droht die Schuldenfalle. Gezielt Vermögen für die Finanzierung von Wünschen aufzubauen ist die bessere Alternative. Dabei hilft private Finanzplanung.

Bestandsaufnahme: der Haushaltsplan als Ausgangspunkt

Jeder gute Plan braucht einen Ausgangspunkt: eine Ist-Feststellung, auf der Planung aufsetzen kann. Ohne eine solche Bestandaufnahme würde ein Plan sozusagen in der Luft hängen.

 

Bei der privaten Finanzplanung ist dieser Ausgangspunkt der Haushaltsplan oder die Haushaltsrechnung. Der Haushaltsplan ist eine systematische Gegenüberstellung der laufenden Ausgaben und Einnahmen eines Haushalts.

 

Er wird üblicherweise auf Monatsbasis erstellt. Nicht-monatliche Einnahmen und Ausgaben - zum Beispiel einmal jährlich anfallende Versicherungsbeiträge oder Kapitalerträge - werden entsprechend „monatisiert“. Im Ergebnis zeigt der Haushaltsplan, wie viel Geld im Monat (durchschnittlich) übrig bleibt und verplant werden kann.

 

Die Haushaltsrechnung bietet außerdem eine gute Grundlage, um Einsparpotentiale auf der Ausgabenseite zu ermitteln. Viele Ausgaben wie Miete, Wohnnebenkosten, Kfz-Steuer usw. sind fix und können kurzfristig nicht verändert werden. Andere sind - zumindest in Grenzen - variabel.

 

Die Haushaltsrechnung schafft Überblick, wie viel Geld zur Verfügung steht und wofür es ausgegeben wird. So lässt sich auch leichter erkennen, wo ggf. Einsparungen möglich sind.

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Welche finanziellen Ziele habe ich?

Kein Plan ohne Ziel(e)! Private Finanzplanung ist nichts anderes, als von einem Ausgangspunkt (in unserem Fall: der Haushaltsrechnung) einen optimalen Weg zu definieren, um finanzielle Ziele zu erreichen. Sich über die eigenen finanziellen Ziele klar zu werden, ist die Voraussetzung dafür.

 

Jeder hat seine eigenen finanziellen Ziele. Sie hängen von verschiedenen Faktoren ab: den finanziellen Möglichkeiten, der persönlichen Lebenssituation, der Lebensplanung und der Lebenseinstellung. Sie sind daher so individuell wie jeder Mensch.

 

Eins sollten finanzielle Ziele aber immer sein: realistisch.

 

Eine private Finanzplanung, die utopische Ziele ins Visier nimmt, kann nicht aufgehen.

 

Typische finanzielle Ziele sind:

 

  • Sicherstellung eines angemessenen Lebensstandards im Alter;
  • Option für einen vorzeitigen Ruhestand;
  • finanzielle Freiheit;
  • Erwerb eines Eigenheims oder einer Wohnungsausstattung;
  • Erfüllung von Lebenswünschen (Hochzeit, Weltreise, Traumwagen, Kunsterwerb usw.);
  • Kapitalbildung für Ausbildung der Kinder;

 

Ziele sollten für Planungszwecke stets konkret und nicht abstrakt definiert sein.

 

Konkret heißt: im Hinblick auf den für die Zielerreichung notwendigen Geldbetrag und den Zeithorizont. Beim Ziel „angemessener Lebensstandard im Alter“ ergibt sich der notwendige Betrag zum Beispiel aus der zu erwartenden Rentenlücke und der Zeithorizont wird durch den voraussichtlichen Rentenbeginn bestimmt.

Welche finanziellen Risiken sind abzusichern?

Private Finanzplanung ist gut, doch was ist wenn es anders kommt als gedacht? Dann kann sich ein noch so durchdachter Plan schnell als illusionär erweisen. Die Absicherung gegen existenzielle finanzielle Risiken sollte daher stets Teil der Finanzplanung sein. Sie trägt dazu bei, dass der Plan auch bei unvorhergesehenen Ereignissen weiter funktioniert.

 

Absicherung gegen Berufsunfähigkeit

 

In der Regel bildet das Arbeitseinkommen die zentrale Einnahmequelle. Deshalb ist Absicherung besonders wichtig. Das größte Risiko besteht hier in der Berufsunfähigkeit. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente bietet nur dürftige Leistungen, deshalb macht eine private Berufsunfähigkeitsversicherung absolut Sinn.

 

Sie sollte mindestens so bemessen sein, dass auch bei dauerhafter Berufsunfähigkeit die Aufrechterhaltung des Lebensstandards möglich ist.

 

Absicherung der Familie

 

Wenn du Hauptverdiener bist und eine Familie zu versorgen hast, solltest du auch daran denken, was ist, falls dir etwas zustößt. Ein tödlicher Unfall oder eine tödliche Erkrankung kann nie ganz ausgeschlossen werden. Zumindest kannst du finanziell vorsorgen.

 

Einen guten Schutz bietet hier eine Risikolebensversicherung.

 

Selbst bei hohen Versicherungssummen bleiben die Beiträge überschaubar, ggf. kommt auch eine private Unfallversicherung in Betracht. Bei Baufinanzierungen sollte grundsätzlich eine Restschuldversicherung - eine besondere Variante der Risikolebensversicherung - abgeschlossen werden.

 

Sie stellt die Darlehensrückzahlung nicht nur bei Tod, sondern auch bei anderen Negativ-Ereignissen wie Berufsunfähigkeit, schwerer Krankheit oder Arbeitslosigkeit sicher.

 

Reserve für Unvorhergesehenes

 

Auch bei größter Planungssorgfalt - es kann immer vorkommen, dass unvorhergesehene Konstellationen auftreten oder Ausgaben anfallen. Eine teure Reparatur, ein plötzlicher Ersatzbedarf, Einkommensausfall durch Beschäftigungsverlust, Kurzarbeit usw. - für solche Situationen sollte eine Reserve existieren.

 

Sie muss jederzeit verfügbar sein, darf nur im „Notfall“ angegriffen werden und sollte etwa zwei bis drei Monatsgehälter umfassen. Für die Reservebildung eignet sich in erster Linie ein Tagesgeldkonto.

Mit den richtigen Maßnahmen ans Ziel

Wenn die finanziellen Ziele und Möglichkeiten klar sind, geht es darum, geeignete Maßnahmen zur Zielerreichung zu planen. Diese Frage ist zu beantworten: wie viel Geld soll in welcher Anlageform für welchen Zweck zurückgelegt werden?

 

Dabei kommt das sogenannte magische Dreieck der Geldanlage ins Spiel. Es weist auf die Konkurrenz der Geldanlage-Merkmale Rentabilität, Sicherheit und Liquidität hin. Ein Merkmal ist in der Regel nicht zu haben, ohne Abstriche bei den beiden anderen Merkmalen zu machen.

Private Finanzplanung

Je nach finanzieller Zielsetzung sind die einzelnen „Eckpunkte“ des Dreiecks von unterschiedlicher Relevanz.

 

Bei einer Reserve für unvorhergesehene Ausgaben bildet die Liquidität - die jederzeitige Verfügbarkeit - das wichtigste Merkmal. Ebenfalls wichtig ist die Sicherheit (vor Kursschwankungen). Die Rentabilität hat demgegenüber eine nachgeordnete Bedeutung.

 

Soll dagegen langfristig Vermögen für das Alter aufgebaut werden, spielt (kurzfristige) Verfügbarkeit eher eine untergeordnete Rolle. Das Geld sollte dann verfügbar sein, wenn es später gebraucht wird. Sicherheit ist wichtig im Hinblick auf das Ausfallrisiko des Geldverwalters/Produktanbieters.

 

Die Gefahr von möglichen Kurs- oder Rentabilitätsschwankungen ist dagegen weniger relevant, da sich solche Schwankungen erfahrungsgemäß über längere Zeiträume ausgleichen und das Risiko außerdem durch Diversifikation teilweise ausgeschaltet werden kann. Daher ist es möglich, hier auch Geldanlagen mit höherer Rentabilität und einem (begrenzten) Risiko in Betracht zu ziehen.

 

Auf bestimmte Ziele hin zu sparen, gelingt grundsätzlich sehr gut mit Sparplänen. Planvolles Sparen ist hier Konzept.

 

Sparpläne funktionieren einfach: es wird regelmäßig ein konstanter Betrag auf einem Sparkonto oder in Wertpapieren angespart. Durch wiederangelegte Zinsen oder Kapitalerträge entsteht ein Zinszinseffekt. (Hier gelangst du zum Zinseszinsrechner)

 

Für langfristigen Vermögensaufbau eignen sich ETF-Sparpläne besonders gut. Dabei geht es meist um aktienbasiertes Sparen. ETFs sind börsengehandelte Indexfonds, die ein breit gestreutes Aktieninvestment ermöglichen. Eine Alternative dazu sind (Aktien-)Fondssparpläne.

 

Andere Formen des regelmäßigen Sparens mit Langfrist-Perspektive sind Fondspolicen, Rentenversicherungen und klassische Kapitallebensversicherungen. Hier steht vor allem die private Altersvorsorge im Fokus. Es gibt sogar staatliche Förderung und/oder Steuervorteile im Rahmen der Riester-Förderung oder der betrieblichen Altersvorsorge (Direktversicherung).

 

Für kurz- bis mittelfristige Zielsetzungen sind andere Anlageformen besser geeignet. Neben Tagesgeldkonten und dem herkömmlichen Sparbuch sind hier auch Festgeldanlagen zu nennen. Die Festlegungsdauer bei Festgeld sollte dabei auf den Zeitpunkt des Geldbedarfs abgestellt sein.

Private Finanzplanung - die praktische Umsetzung

Grundsätzlich kann man die private Finanzplanung händisch machen. Das ist aber umständlich und wird schnell recht unübersichtlich.

 

Hilfreich bei der Planung sind Excel-Tabellen. Wenn du dich mit Excel gut auskennst, sollte es dir nicht allzu schwer fallen, dir entsprechende Tabellen selbst zu stricken. Du findest aber auch im Internet Vorlagen, die kostenlos zugänglich sind.

 

Darüber hinaus ist auch Finanzplanungs-Software im Angebot. Diese ist in der Regel ausgefeilter und nur gegen Geld erhältlich. Viele Kreditinstitute und Finanzberater bieten darüber hinaus Finanzplanung als Leistung an - nicht selten gegen Honorar, zumindest ist an die Planerstellung die Erwartung an den Abschluss von Finanzprodukten geknüpft.

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Dynamisch, nicht statisch planen

Kein Plan ist „in Stein gemeißelt“. Die persönlichen Rahmenbedingungen können sich ändern, ebenso Wünsche, Einstellungen und Ziele. Deshalb sollte private Finanzplanung nie statisch verstanden werden. Sie muss in gewissen Zeitabständen überprüft werden, inwieweit die Eckwerte der Planung noch stimmen.

 

Wenn das nicht der Fall ist, sollte private Finanzplanung entsprechend angepasst werden.

Autorenbeschreibung

Autorenfoto Ricardo Tunnissen

Ricardo Tunnissen

diplomierter Bankbetriebswirt BankColleg
zertifizierter VR-Gewerbekundenberater RWGA

Über den Autor

Ricardo Tunnissen hat das Bankgeschäft von der Pike auf gelernt. Nach Abschluss seiner Ausbildung zum Bankkaufmann IHK, bei einer regionalen Volksbank, startete er als Privatkundenberater mit einer Veranwortung für über 3.000 eigene Kunden.

Sowohl während seiner Zeit als Finanzierungsspezialist in der privaten Baufinanzierung, sowie als Gewerbekundenberater in der Firmen- und Gewerbekundenabteilung, bildete er sich zum zertifizierten VR-Gewerbekundenberater RWGA weiter.

Es folgte ein berufsbegleitendes Studium zum Bankfachwirt BankColleg, Bankbetriebswirt BankColleg und zuletzt zum diplomierten Bankbetriebswirt BankColleg auf dem Campus Schloss Montabaur.

Erfahre hier mehr über die fachlichen Qualifikationen und die berufliche Expertise vom Autor.

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