Kreditkarten Vergleich: Achte auf diese Leistungen!

Das Thema kurz und knackig zusammengefasst

  • Mit einer Kreditkarte kannst du weltweit bargeldlos zahlen und dir Bargeld beschaffen - praktisch im Ausland, auf Reisen aber auch beim Shopping zu Hause online oder offline!
  • Die beiden am weitesten verbreiteten Karten stammen von den Kartenorganisationen Mastercard und VISA. Sie werden bei uns von Banken, Sparkassen und einigen anderen Anbietern ausgegeben.
  • Einfache Kreditkarten bieten meist nur Zahlungsfunktionen. Bei höherwertigen Karten (Silber, Gold, Platin) sind Zusatzleistungen enthalten: (Reise-)Versicherungen, Bonus- und Rabattprogramme, besondere Services.
  • Viele Kreditkarten verzichten auf eine Jahresgebühr. Sie sind trotzdem nicht kostenlos, denn bei Kartentransaktionen werden Gebühren und ggf. Zinsen berechnet. Es gibt eine bunte Gebührenlandschaft!
  • Unser Kreditkarten-Vergleich zeigt dir die Karten mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie sind oft ohne Jahresgebühr erhältlich und bieten günstige Gebühren beim Karteneinsatz.

Welcher Anbieter ist zu empfehlen?

Kreditkarten sind ein Erfindung aus den USA und dort nach wie vor deutlich weiter verbreitet als bei uns. Nur gut jeder dritte Bundesbürger besitzt eine Kreditkarte. Und bei nur etwa jeder 67. Zahlung im Inland wird eine Kreditkarte eingesetzt. Aber Beliebtheit und Einsatzfreudigkeit steigen kontinuierlich.

 

Wofür eine Kreditkarte gut ist, wie du eine Karte bekommst und ein Kreditkarten-Vergleich funktioniert - das erfährst du hier.

 

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Wofür eine Kreditkarte gut ist!

Kreditkarten sind eine einfache und bequeme Möglichkeit, um bargeldlos zu zahlen oder sich Bargeld zu beschaffen. Ein kleines Kärtchen genügt und du bist fast überall auf der Welt liquide und überdies ein gern gesehener Gast oder Kunde. Denn der Besitz einer Kreditkarte signalisiert Zahlungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit.

 

Besonders nützlich sind Kreditkarten bei Auslandsaufenthalten. Du brauchst nur wenig Bargeld, kannst dir jederzeit am Geldautomaten Geld besorgen und bezahlst problemlos deine Rechnungen. Mit der Girocard (früher: EC-Karte) deiner Bank kannst du zwar auch bargeldlos zahlen oder am Geldautomaten abheben. Das gilt aber vor allem in Deutschland. In vielen europäischen Ländern ist die Girocard auch einsetzbar, aber nicht so gängig wie bei uns. Außerhalb des EU-Raums kannst du mit der Girocard oft Geld am Automaten abheben, jedoch nicht an POS-Terminals bezahlen. Im globalen Maßstab ist die Kreditkarte das breiter einsetzbare Instrument.

 

Kreditkarten sind außerdem besonders nützlich beim Online-Shopping und bei Buchungen im Internet. Das Zahlen per Kreditkarte gehört zu den gängigsten Zahlungsmethoden bei Online-Angeboten. Selbstverständlich lässt sich die Karte auch für Einkäufe und Dienste außerhalb des Internets einsetzen. Hotel- und Restaurantbesuche, Mietwagenbuchung, Ticket-Kauf oder der klassische Einkauf im stationären Handel - mit der Kreditkarte kein Problem, vorausgesetzt der Händler oder Anbieter akzeptiert deine Karte.

 

Viele Kreditkarten bieten außerdem interessante Zusatzleistungen wie Reiseversicherungen oder besondere Services, die man auf Reisen gut gebrauchen kann. Wer viel von der Karte Gebrauch macht, kommt außerdem oft in den Genuss weiterer Vorteile. Mehr dazu erfährst du im Abschnitt: Einfach, Silber, Gold & Platin - welche Karte soll es sein?

 

Der besondere „Mehrwert“ der Kreditkarte im Vergleich zur Girocard:

 

bei einer „echten“ Kreditkarte erhältst du einen zinslosen Kredit. Du bist de facto erst in der Zahlungspflicht, wenn die nächste Abrechnung kommt - bis dahin werden deine Käufe und Bestellungen „angeschrieben“. Die Abrechnung erfolgt einmal im Monat zu festen Terminen.

Welche Arten von Kreditkarten gibt es?

Der Begriff „Kreditkarte“ wird nicht immer ganz trennscharf benutzt. Denn nicht bei jeder Karte wird tatsächlich ein Kredit eingeräumt. „Echte“ Kreditkarten sind nur sogenannte Charge-Karten und Revolving-Karten. Deshalb zum besseren Verständnis ein Überblick über die verschiedenen Arten von Kreditkarten.

 

Charge-Karten

 

Bei Charge-Karten werden die während eines Monats getätigten Kartenumsätze zu einem festen monatlichen Termin von deinem Girokonto abgebucht. Bis zur Abbuchung bietet die Kreditkarte einen zinslosen Kredit. Die Charge-Karte lässt sich gut nutzen, um die Inanspruchnahme des Disporahmens auf deinem Girokonto mit teuren Dispozinsen zu vermeiden. Zum Abbuchungstermin muss allerdings genug Guthaben auf dem Konto sein, sonst gerätst du dort trotzdem ins Minus.

 

Revolving-Karten

 

Eine Revolving-Karte ist eine Variante der Charge-Karte. Hier erhältst du einen Kreditrahmen, den du in Anspruch nehmen kannst, aber nicht musst. Fallen innerhalb eines Monats Kartenumsätze an, wird ein (kleiner) Teilbetrag davon als monatliche Rate zu festen Terminen von deinem Girokonto abgebucht bzw. von dir eingefordert.

 

Der Rest stellt die Inanspruchnahme des Kreditrahmens auf deinem Kartenkonto dar. Dafür werden Zinsen berechnet, in der Regel mindestens in der Größenordnung von Dispozinsen. Die Ratenzahlung erfolgt so lange, bis dein Kreditsaldo wieder null ist.

 

Du kannst aber auch die Kartenabrechnung spätestens bis zum nächsten Ratenabbuchungstermin komplett ausgleichen und auf die (weitere) Kreditinanspruchnahme verzichten. Du stellst dich dann genauso wie bei einer Charge-Karte und vermeidest Zinskosten.

 

Debit-Karten

 

Bei Debit-Karten wird kein Kredit eingeräumt. Getätigte Umsätze werden zeitnah direkt von deinem Girokonto abgebucht. Das funktioniert im Prinzip genauso wie bei der Girocard deiner Bank. Der Unterschied ist: mit Debit-Karten von VISA und Mastercard kannst du problemlos auch im Internet zahlen, mit der Girocard nicht.

 

Prepaid-Karten

 

Prepaid-Karten funktionieren ausschließlich auf Guthabenbasis. Wenn du die Karte einsetzen willst, musst du sie vorher mit einem entsprechenden Geldbetrag aufladen. In diesem Rahmen kannst du dann Umsätze tätigen. Ist das Guthaben verbraucht, wird eine erneute Aufladung erforderlich. Abbuchungen vom Girokonto finden hier nicht statt. Rein äußerlich sind Prepaid-Karten von echten Kreditkarten kaum zu unterscheiden.

 

Die Einsatzmöglichkeiten sind ähnlich, nur bei Mietwagenbuchungen und manchmal auch bei Hotels kann es mit der Karte Probleme geben. Ansonsten sind Prepaid-Karten immer eine gute Möglichkeit, wenn der Zugang zu „echten“ Kreditkarten wegen fehlender Bonität schwierig ist oder wenn man seine Kartenausgaben unter Kontrolle halten will.

Wie funktioniert eine „echte“ Kreditkarte?

Der Einsatz der Karte ist kinderleicht. Wie das im Einzelnen funktioniert, hängt von der Art der Nutzung ab. Es gibt folgende Einsatzmöglichkeiten:

 

Bargeld am Geldautomaten

 

Du nutzt die Karte im Prinzip genauso wie deine Girocard. Das heißt: Karte in den Geldautomaten einführen, gewünschten Betrag und PIN für deine Kreditkarte eingeben. Fertig!

 

Bezahlen von Rechnungen „vor Ort“

 

Wenn du mit der Kreditkarte in einem Geschäft einkaufst, eine Hotel- oder Restaurantrechnung bezahlst, einen Mietwagen buchst oder deine Karte für einen anderen Zweck „vor Ort“ einsetzt, gibt es zwei Varianten. Entweder du musst beim Bezahlen eine Rechnung unterschreiben, nachdem die Karte mit einem Lesegerät gelesen wurde oder an einem POS-Terminal deine PIN eingeben.

 

Neuere Karten sind mit NFC-Funktion ausgestattet (NFC = Near Field Communication). Du kannst dann an POS-Terminals kontaktlos ohne PIN-Eingabe und Unterschrift bezahlen. Voraussetzung ist, dass der Rechnungsbetrag kleiner als 50 Euro ist. Du erkennst die NFC-Fähigkeit an dem Funkwellen-Symbol auf deiner Karte.

 

Online-Einkäufe, -Bestellungen und -Buchungen

 

Beim Karteneinsatz im Internet musst du üblicherweise deinen Namen, die Kartennummer sowie Monat und Jahr des Kartenablaufs angeben. In der Regel wird zusätzlich die Kartenprüfnummer (auch CVC-Code oder Card Validation Code genannt) abgefragt. Du findest die dreistellige Prüfnummer auf der Rückseite der Karte im Unterschriftsfeld.

 

Zur Sicherheit wird zusätzlich noch das sogenannte 3D-Secure-Verfahren eingesetzt. Bei Mastercard heißt es Mastercard® Identity Check™, bei VISA Visa Secure. Es sieht eine weitere Authentifizierung mittels Passwort, PIN, TAN oder Fingerabdruck vor. Durch die Nutzung des 3D-Secure-Verfahrens beim Online-Bezahlvorgang weist du dich als rechtmäßiger Karteninhaber aus. Ohne Bestätigung der Transaktion wird der Kaufvorgang nicht autorisiert und daher auch nicht ausgeführt. Das 3D-Secure-Verfahren ist bei Zahlungen ab 250 Euro vorgeschrieben, bei niedrigeren Beträgen kann darauf verzichtet werden.

 

Abrechnung und Ausgleich des Kartenkontos

 

Die Umsätze mit deiner Kreditkarte werden auf dem Kartenkonto erfasst, das bei „echten“ Kreditkarten monatlich abgerechnet wird. Der Rechnungsbetrag wird entweder automatisch von deinem Girokonto abgebucht (dazu musst du eine Einzugsermächtigung erteilen) oder du begleichst die Rechnung per Überweisung. Bei Revolving-Karten muss nur die geforderte Mindestrate beglichen werden. Du kannst durch Einzahlungen auch ein Guthaben auf deinem Kartenkonto herstellen und dadurch den Verfügungsspielraum erweitern. Bei Debit-Karten wird kein Kartenkonto geführt. Die Abbuchung erfolgt direkt vom Girokonto. Bei Prepaid-Karten werden die Transaktionen nur auf dem Kartenkonto erfasst, hier wird kein Girokonto benötigt.

 

Wichtig zu wissen: Bei Kartenverlust Kreditkarte sofort sperren lassen!

 

Kreditkarte verloren, nicht mehr auffindbar oder gar gestohlen? Dann ist unverzügliches Handeln angesagt! Du musst die Karte sofort sperren lassen!

 

Das funktioniert bei allen Kreditkarten über die Nummer 116 116 (aus dem Ausland: +49 116 116). Bei VISA Deutschland gibt es zusätzlich die Nummer 0800 811 8440 (aus dem Ausland: +1 303 967 1096). Viele Kartenanbieter besitzen darüber hinaus eigene Hotline-Nummern.

 

Ohne unverzügliche Kartensperrung haftet der Kartenanbieter unter Umständen nicht, falls die verschwundene Karte missbräuchlich eingesetzt wird. Du musst den Schaden dann selbst tragen. Bei rechtzeitiger Kartensperre ist deine Haftung auf maximal 50 Euro begrenzt. Taucht eine gesperrte Karte wieder auf, ist oft wieder Entsperrung (vielfach gegen Gebühr) möglich. Das hängt vom jeweiligen Anbieter ab.

Die wichtigsten Kartenanbieter im Überblick

In Deutschland sind fünf Kreditkartenorganisationen bzw. Kartengesellschaften am Markt vertreten: VISA, Mastercard, American Express (Amex), Barclaycard und Diners. Die weitaus größten Marktanteile besitzen Mastercard und VISA mit jeweils etwa 44 Prozent, gefolgt von Amex mit rund 7,5 Prozent. Barclaycard und Diners besitzen bei uns nur geringe Anteile. In anderen Ländern sieht das zum Teil anders aus. Da es bei uns bei Kreditkarten de facto fast immer um eine Mastercard oder eine VISA-Karte geht, wird in den folgenden Abschnitten auf diese Karten abgestellt. Wenn von Karten oder Kreditkarten die Rede ist, ist stets eine Mastercard oder VISA-Karte gemeint, ohne dass dies immer extra gesagt wird.

 

Mastercard und VISA - zwei Kartenorganisationen, viele Anbieter

 

Bei Mastercard und VISA werden die Karten nicht direkt von den jeweiligen Kartenorganisationen ausgegeben, sondern von ihren Kooperationspartnern. Meist handelt es sich um Kreditinstitute, zum Teil auch um andere Anbieter - oft in Zusammenarbeit mit Banken. Manche Institute bieten Karten-Doppel an. Diese vereinen Mastercard und VISA-Karte in einer Karte. Bei Amex und Diners geben die Kartengesellschaften direkt die Kreditkarten aus. Die Barclaycard ist eine Kreditkarte des britischen Finanzunternehmens Barclays PLC, die in Deutschland in Kooperation mit VISA angeboten wird. In Großbritannien ist Barclays einer der größten Kreditkartenanbieter.

 

Auch wenn auf den Karten das Mastercard- oder das das VISA-Logo steht, die Konditionen und die konkrete Ausgestaltung bestimmt die jeweils kartenausgebende Stelle. Eine Mastercard von Bank X ist daher ein anderes Produkt als die Mastercard von Bank Y. Lediglich die Grundfunktionen Bezahlen und Geldabheben sind gleich. Das ist beim Kreditkarten-Vergleich mit zu berücksichtigen.

 

Möglichst breite Akzeptanz wichtig

 

Wichtig für die Beurteilung von Kreditkarten ist ihre Akzeptanz. Mastercard nennt weltweit etwa 36 Millionen Akzeptanzstellen. Bei VISA werden sogar 40 Millionen Akzeptanzstellen angegeben. Barabhebungen an Geldautomaten sollen jeweils an zwei Millionen Stellen rund um dem Globus möglich sein. Mit einem Karten-Doppel sichert man sich die breiteste Akzeptanz. Diese Karten werden sowohl bei Mastercard als auch bei VISA-Akzeptanzstellen angenommen.

 

Zur Akzeptanz in Deutschland liefern die beiden Kartenorganisationen keine genauen Angaben. Allgemein lässt sich sagen, dass sowohl Mastercard als auch die VISA-Karte ein gängiges Instrument beim Online-Shopping und Buchungen im Internet sind. Auch die meisten heimischen Geldautomaten sind auf Kreditkarten der beiden Kartenorganisationen eingestellt. Bei Einkäufen im stationären Handel, Restaurantbesuchen und Hotelrechnungen werden Kreditkarten dagegen nicht durchweg akzeptiert - auch nicht die der beiden großen Kartenorganisationen. Das gilt vor allem für kleinere Händler und Dienstleister, die keiner großen Kette angehören. Sie wollen häufig die beim Karteneinsatz anfallenden Händlergebühren sparen.

 

Generell ist in Deutschland das Zahlen mit der Kreditkarte noch nicht so selbstverständlich wie in den USA, Großbritannien und manchem anderen Land. Das liegt zum einen daran, dass bei uns nach wie vor Barzahlung einen relativ hohen Stellenwert hat. Ein anderer Grund ist, dass mit der Girocard eine weiter verbreitete Alternative für bargeldloses Zahlen zur Verfügung steht. Aber nach und nach entdecken immer mehr Bundesbürger die Kreditkarte für sich.

Einfach, Silber, Gold & Platin - welche Karte soll es sein?

Kreditkarten werden oft in unterschiedlichen Ausstattungs-Varianten angeboten. Neben der einfachen Kartenversion gibt es dann eine Goldkarte und vielleicht sogar eine Platinkarte. Seltener findet man Silberkarten. Im Prinzip sind der Phantasie bei der Namensgebung keine Grenzen gesetzt - eine Aufgabe für Marketing-Fachleute.

 

Der „Edelmetallbezug“ bei der Kartenbezeichnung soll auf die Höherwertigkeit der Karte hinweisen. Gegenüber der Grundfunktion „Zahlungsverkehrsleistungen“ bietet die Kreditkarte Zusatzleistungen - also einen Mehrwert. Deshalb werden solche „Edelmetall“-Karten meist auch extra bepreist. Sie sind in der Regel teurer als die einfache Karte. Mehr dazu erfährst du im folgenden Abschnitt „Die Gebührenwelt der Karten“.

 

Welche Add ons eine Karte bietet, darüber entscheidet bei Mastercards und VISA-Karten wiederum die kartenausgebende Stelle. Ist gibt dabei kaum eine Karte, die der anderen zu hundert Prozent gleicht. Ein einfaches Beispiel: zwei VISA-Kreditkarten mit ansonsten gleichen Leistungen bieten eine Reisekrankenversicherung. Bei Kartenanbieter A besteht eine Kooperation mit Versicherung X, bei Kartenanbieter B mit Versicherung Y. Jeder Versicherer hat seine eigenen Tarife und Bedingungen. Obwohl beide Karten eine Reisekrankenversicherung enthalten und die Leistungen sonst gleich sind, besteht ein Unterschied. Bei Umfang und Qualität der Zusatzleistungen gibt es eine große Bandbreite.

 

Nachfolgend ein Überblick:

 

Reiseversicherungen

 

Da Kreditkarten vielfach bei Auslandsaufenthalten eingesetzt werden, umfassen Zusatzleistungen oft Reiseversicherungen.

 

  • Reisekrankenversicherung: die Reisekrankenversicherung bietet Krankenschutz auf Reisen und übernimmt häufig auch die Kosten bei Krankenrücktransporten. Für Kassenmitglieder ist das ein Mehrwert. Denn der Auslandskrankenschutz der gesetzlichen Krankenversicherung erstreckt sich nur auf die EU und einige angrenzende Länder. Er ist außerdem lückenhaft. Privatversicherte haben in ihrer normalen Krankenversicherung in der Regel schon einen guten Auslandskrankenschutz.

 

  • Reiserücktritt- und Reiseabbruchversicherung: diese Versicherung übernimmt die Kosten, wenn aus besonderen Gründen eine Reise nicht angetreten werden kann oder abgebrochen werden muss.

 

  • Reisegepäckversicherung: versichert das Reisegepäck gegen Diebstahl, Beschädigung und Verlust.

 

Bei vielen Kreditkarten greifen die Reiserversicherungen nur, wenn die Reise mit der Karte bezahlt worden ist. Andere bieten auch darüber hinausgehenden Reiseschutz. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Reisepakete bei Kreditkarten im Vergleich zu Versicherungen am Markt weniger bieten. Entweder sind die Leistungen eingeschränkt oder es fallen höhere Selbstbehalte an. Das ist der Preis des „All inclusive“-Angebots. Je nach Kartenanbieter sind die Reiseversicherungen umfangreicher oder restriktiver ausgestaltet. Manche Karten enthalten nur eine Art von Reiseversicherung, andere ein ganzes Paket.

 

Mietwagenversicherung

 

Es kommt häufig vor, dass auf Reisen ein Mietwagen gebucht wird. Dafür bieten viele „Edelmetall“-Karten eine Mietwagenversicherung. Was diese leistet, hängt wiederum vom Kartenanbieter bzw. dessen Kooperationspartner ab. Mögliche Leistungen umfassen die Aufstockung der Kfz-Haftpflichtversicherung (bei ausländischem Kfz-Haftpflichtschutz gelten oft niedrigere Haftungssummen als bei uns), einen Kaskoschutz (Teilkasko oder Vollkasko) und einen mietwagenbezogenen Verkehrsrechtschutz. In der Regel muss der Mietwagen mit der Karte gebucht werden, damit der Versicherungsschutz greift.

 

Einkaufsversicherung

 

Einkaufsversicherungen findet man häufiger bei Kreditkarten, die primär für Shopping-Zwecke angeboten werden. Wird ein mit der Karte erworbenes Einkaufsgut beschädigt, gestohlen oder geht es auf andere Weise nicht-fahrlässig verloren, leistet die Versicherung Schadensersatz.

 

Bonus- und Rabattprogramme

 

Bei vielen Kreditkarten ist eine Teilnahme an Bonus- oder Rabattprogrammen vorgesehen. Mit dem Einsatz der Karte sammelst du Punkte, Meilen oder andere Vorteile, mit denen du Angebote und Leistungen zu Vorzugskonditionen erhalten kannst. Einige Karten bieten Tankrabatte oder auch direktes Cashback bei Einkäufen ohne vorheriges Punktesammeln. Ein weiteres Vorteils-Modell: ab bestimmten Mindestumsätzen reduziert sich die Jahresgebühr für die Karte oder entfällt ganz.

 

Special Services

 

Manche Karten enthalten besondere Service-Leistungen. Du bekommst zum Beispiel Zugang zu exklusiven Airport-Lounges. Bei Kartenverlust wird ein spezieller Notfall-Service angeboten, mit dem du weiterhin „flüssig“ bleibst. Oft bietet der Notfall-Service auch Hilfe, wenn sonstige Karten und Dokumente verloren gehen. Diese werden vielfach mit der Kreditkarte zusammen in einer Brieftasche oder einem Portemonnaie aufbewahrt.

 

Bei Verlust des Behältnisses sind nicht nur Kreditkarten weg, sondern auch die übrigen aufbewahrten Gegenstände. Manche Karten umfassen einen speziellen Buchungs- oder Concierge-Service. Damit kannst du besondere Dienstleistungen rund um Reisen, Veranstaltungen, Finanzen und internationale Kommunikation nutzen.

Die Gebührenwelt der Kreditkarten

Die Kartenausgabe ist für die Anbieter natürlich kein Selbstzweck. Sie wollen mit dem Kartengeschäft Geld verdienen. Das ist legitim - denn eine Kreditkarte bietet Leistungen mit Mehrwert, die „preiswürdig“ sind. Am Markt findest du eine vielfältige Gebührenlandschaft. Viele Anbieter bepreisen die Karte selbst, andere den Karteneinsatz - oft beides.

 

Nachfolgend ein Überblick über die gängigen Gebühren.

 

Jahresgebühren

 

Viele Kreditinstitute und Kartenanbieter verlangen für ihre Kreditkarten eine fixe Jahresgebühr. Vor allem bei klassischen Filialbanken und Sparkassen ist das nach wie vor gängige Praxis. Am ehesten wird noch bei einfachen Kreditkarten auf die Jahresgebühr verzichtet, selten dagegen bei den Premium- bzw. „Edelmetall“-Karten. Das ist der Preis für die Zusatzleistungen, die diese Karten bieten.

 

Generell gilt: je „wertiger“ die Karte, desto höher die Jahresgebühr.

 

Eine Karte ohne Jahresgebühr bedeutet nicht, dass die Karte kostenlos ist. In vielen Fällen werden dann für den Karteneinsatz Gebühren berechnet. Einen Überblick über die Gebührenlandschaft bieten die nachfolgenden Abschnitte. Bei den höherwertigen Karten sind die Gebühren für den Karteneinsatz oft schon in der Jahresgebühr mit enthalten. Es fallen dann beim Karteneinsatz keine weiteren oder nur vergleichsweise geringe Gebühren an.

 

Häufig findet man auch Kartenangebote, bei denen im ersten Jahr auf die Jahresgebühr verzichtet wird und erst ab dem zweiten Jahr Gebühren zu zahlen sind. Der Gebührenverzicht dient dann vor allem zur Gewinnung von neuen Kartenkunden. Auch bei der Höhe der Kartengebühren gibt es eine große Bandbreite. Bei einfachen Karten bewegt sich die Jahresgebühr in einer Größenordnung von wenigen Dutzend Euro, bei höherwertigen Karten kann sich die Jahresgebühr durchaus im Umfeld von 100 Euro oder auch deutlich darüber bewegen.

 

Unser Kreditkarten-Vergleich stellt auf Karten ab, die dir viel bieten und wenig kosten. Mehr dazu erfährst du im Abschnitt „Der beste Kreditkarten-Vergleich“!

 

Gebühren für Barverfügungen

 

Gebühren für Barverfügungen fallen an, wenn du dir mit der Kreditkarte Bargeld beschaffst. Dies geschieht ganz überwiegend durch Barauszahlung am Geldautomaten, gelegentlich auch am Bankschalter. Viele Kartenanbieter berechnen für Barverfügungen mit der Kreditkarte Entgelte (ggf. nur bei fremden Banken). Häufig wird zwischen Auszahlung am Automaten und Auszahlung am Schalter differenziert. Letztere ist oft teurer.

 

Üblich ist bei Barverfügungen folgendes Gebührenmodell:

 

Auszahlung mit der Kreditkarte: X,XX %, mindestens Y,YY Euro

 

Beispiel: deine kartenausgebende Bank berechnet am Geldautomaten 2,00 %, mindestens 5 Euro. Bei einer Barhebung von 500 Euro würden dann 10 Euro Gebühren anfallen. Bei 100 Euro Auszahlung würde die Mindestgebühr von 5 Euro berechnet. Unter Umständen kommen noch Gebühren des Automatenbetreibers hinzu.

 

Gebühren für unbare Transaktionen

 

Bei unbaren Transaktionen (Online-Shopping, Einkaufen im stationären Handel, Bezahlen von Hotel- und Restaurantrechnungen) werden - mit Ausnahme von eventuellen Fremdwährungsgebühren (siehe nächster Punkt) - üblicherweise keine Gebühren berechnet. Manche Kartenanbieter verlangen allerdings beim Karteneinsatz in Online-Casinos und bei anderen Wett- und Glücksspielangeboten Gebühren. Sie verdienen sozusagen an der Versuchung des Glücks mit.

 

Wichtig zu wissen: seit der EU-Zahlungsdienste-Richtlinie dürfen Händler und Service-Anbieter im EU-Raum Kunden selbst keine Transaktionsentgelte mehr für Kreditkartenzahler verlangen. Vorher war das vor allem bei Reiseanbietern und Hotels durchaus häufiger der Fall. Außerhalb der EU kann das natürlich anders aussehen.

 

Fremdwährungsgebühren

 

Bei vielen Kreditkarten wird bei Verfügungen außerhalb des Euro-Raums eine Fremdwährungsgebühr, ein Währungsumrechnungsentgelt oder Auslandseinsatzentgelt berechnet. Die Bezeichnungen mögen sich unterscheiden, das Prinzip ist gleich. Fremdwährungsentgelte fallen in der Regel unabhängig von der Art des Karteneinsatzes an - also sowohl bei Barverfügungen als auch bei unbaren Transaktionen. Die Fremdwährungsgebühr kommt zu sonstigen Transaktionsgebühren on Top. Oft wird das Auslandseinsatzentgelt als Prozentsatz vom jeweiligen Kartenumsatz erhoben, manchmal auch als Pauschalgebühr.

 

Gelegentlich berechnen Händler und andere Akzeptanzstellen im Ausland zusätzlich eine eigene Währungsgebühr, wenn mit der Karte bezahlt wird. Diese kommt dann zur Fremdwährungsgebühr der Karte hinzu. Die kartenausgebenden Stellen haben hierauf keinen Einfluss. Du kannst das nur selbst steuern, indem du solche Akzeptanzstellen meidest oder dort bar zahlst.

 

Zinsen

 

Zinsen fallen bei Revolving-Karten an, wenn der Kreditrahmen über den 30-Tageszeitraum der Kartenabrechnung hinaus in Anspruch genommen wird. Die Inanspruchnahme ist eine einfache und bequeme Möglichkeit, um sich Liquidität zu beschaffen. Allerdings lassen sich die Kartenanbieter diese Leistung in der Regel teuer bezahlen. Die Zinssätze sind nicht selten zweistellig und in der Regel mindestens so hoch wie die Dispozinsen.

 

Ausnahmen bestätigen die Regel. Es empfiehlt sich daher, von dieser Option nur dann Gebrauch zu machen, wenn keine Alternative zur Verfügung steht. Selbst der Dispokredit ist oft günstiger, eine klassische Ratenfinanzierung ist es auf jeden Fall.

 

Beispiel: bei einem Zinssatz von 15 Prozent fallen bei einer zinspflichtigen Ausnutzung des Kreditrahmens von 2.000 Euro nach einem Monat 25 Euro an Zinsen an. Diese werden mit der nächsten Abrechnung in Rechnung gestellt. Wird der Betrag nicht ausgeglichen, kommt es zu einem Zinseszinseffekt, der sich mit den folgenden Abrechnungen immer weiter aufbaut.

 

Sonstige Gebühren

 

Neben den zuvor genannten Gebühren gibt es noch weitere Gebühren, die meist bei besonderen Wünschen, Anlässen und Konstellationen in Rechnung gestellt werden. Hier ein Überblick:

 

  • Zusatz- bzw. Partnerkarten: für eine weitere Karte für den Partner oder ein andere zweite Person wird oft eine zusätzliche Jahresgebühr oder eine Einmalgebühr berechnet.
  • Ersatzkarten und Ersatz-PIN: geht die Karte verloren oder wird eine neue PIN nötig, ist Ersatz erforderlich. Die Bereitstellung erfolgt in der Regel gegen Gebühr.
  • individuelles Kartenmotiv: manche kartenausgebenden Stellen bieten Kreditkarten mit Wunschmotiven oder nach individueller Bildauswahl an. Dafür wird gerne eine Gebühr berechnet.
  • Rücklastschriften: kommen vor, wenn die Rückgängigmachung einer Abbuchung auf dem Kartenkonto veranlasst wird. Manche Kartenanbieter lassen sich den Zusatzaufwand entgelten.
  • Kopie des Kontoauszugs: bedeutet ebenfalls einen Extra-Aufwand, der ggf. in Rechnung gestellt wird.

Der beste Kreditkarten-Vergleich

Unser Kreditkarten-Vergleich bietet dir eine einfache und bequeme Möglichkeit, schnell für dich die beste Kreditkarte zu finden. Dazu werden nur wenige Angaben benötigt:

 

  • eine Einschätzung zum Jahresumsatz im Euro- und Nicht-Euro-Raum mit der Karte. Damit lassen sich die voraussichtlichen Kosten der Karte für dich kalkulieren, da diese in der Regel (auch) umsatzabhängig sind;
  • deine Präferenz für eine Kartenorganisation: möglich Mastercard, VISA, Amex oder keine Präferenz
  • deine Präferenz bezüglich des Kartenstatus: Gold, Gold und Platin, Platin oder keine Präferenz
  • deine Präferenz bezüglich der Kartenabrechnung: berücksichtigt werden auch Prepaid-Karten.

 

Mit dem Button „Kreditkarten vergleichen“ stößt du den Kreditkarten-Vergleich an. Du bekommst dann eine Auflistung von Karten passend zu deinen Angaben angezeigt. Neben dem Anbieter und der Kartenbezeichnung kannst du sehen, ob und welche Art von Zusatzleistungen die Karte bietet, wie hoch die Jahresgebühr ist und welche Gesamtkosten schätzungsweise anfallen.

 

Über den Button „zum Anbieter“ gelangst du direkt auf die jeweilige Anbieterseite. Dort gibt’s noch mehr Infos und du kannst die Karte direkt beantragen.

Wann und wie bekomme ich eine Kreditkarte?

Bei Kartenangeboten verfolgen die kartenausgebenden Stellen eine unterschiedliche Geschäftspolitik. Einige vermarkten ihre Kreditkarten aktiv, andere bieten sie als optionale Zusatzleistung zum Girokonto an. Manchmal gehört die Kreditkarte automatisch zur Ausstattung des Girokontos.

 

Einwandfreie Schufa ist (nicht immer) Voraussetzung

 

Eins ist wichtig, wenn du eine „echte“ Kreditkarte nutzen möchtest: du musst über eine einwandfreie Schufa-Akte verfügen. Die Schufa-Abfrage ist bei Kartenanträgen Standard. Negativmerkmale führen meist zur Ablehnung des Antrags. Viele Kartenanbieter machen auch regelmäßige Zahlungseingänge - zum Beispiel in Form eines Arbeitseinkommens - auf deinem Girokonto zur Bedingung. Sie wollen damit sicherstellen, dass du in der Lage bist, die Kreditkartenabrechnungen zu begleichen.

 

Das sind ähnliche Anforderungen wie bei einem normalen Konsumentenkredit. Tatsächlich stellt die Möglichkeit des „Anschreibens“ bzw. die Einräumung eines Kreditrahmens auf der Kreditkarte eine Form der Kreditgewährung dar. Das gilt zumindest für „echte“ Kreditkarten. Anders als bei richtigen Krediten sind die Kartenanbieter bei ihren Anforderungen allerdings nicht immer ganz so streng oder beschränken die Kartennutzung in anderer Weise. Verdienst du wenig, erhältst du zum Beispiel einen engeren Kreditrahmen, bekommst aber trotzdem deine Karte.

 

Wenn deine Schufa-Akte Negativeinträge aufweist oder du die Anforderungen bezüglich regelmäßiger Zahlungseingänge nicht erfüllst, gibt es eine probate Lösung: eine Karte auf Prepaid-Basis. Die ist bis auf wenige Ausnahmen genauso einsetzbar wie eine „echte“ Kreditkarte. Da hier kein Kredit eingeräumt wird, entfällt die Schufa-Abfrage und ein Einkommensnachweis erübrigt sich auch. Die Karte funktioniert zwar nur auf Guthabenbasis, dafür ist sie wirklich „Schufa-frei“. Prepaid-Karten sind für dich sogar erhältlich, wenn du noch nicht volljährig bist. Bei „echten“ Kreditkarten sind Volljährigkeit und ein Wohnsitz in Deutschland Pflicht.

 

Wie beantrage ich eine Kreditkarte?

 

Den Kartenantrag kannst du heute fast immer online stellen, bei unserem Kreditkarten-Vergleich auf jeden Fall. Viele Kartenanbieter verlangen, dass du auch ein Girokonto bei ihnen führen musst, um die Kreditkarte zu erhalten. Andere verzichten darauf. Hier kannst du Kartenabrechnungen über dein gewohntes Girokonto abwickeln.

 

Wird ein Girokonto bei deinem Kartenanbieter gefordert und du bist Neukunde, musst du zusammen mit deinem Kartenantrag auch einen Kontoeröffnungsantrag stellen. Für beides werden die üblichen Adress- und Kontaktangaben, Angaben zur Person, zur Beschäftigung, zum Einkommen und ggf. zu den wirtschaftlichen Verhältnissen abgefragt.

 

Da du Neukunde bist, ist außerdem eine Legitimationsprüfung vorgeschrieben. Dafür wird entweder das Postident-Verfahren (Legitimation in einer Postfiliale) oder das Videoident-Verfahren (Legitimation direkt am Bildschirm) angeboten. Den Karten- und Kontoeröffungsantrag musst du in der Regel noch ausdrucken, persönlich unterschreiben und ggf. zusammen mit Nachweisen per Post an den Kartenanbieter senden.

 

Meist dauert es dann zwei bis drei Wochen, bis du deine Karte in Händen hältst. Parallel dazu erfolgt der PIN-Versand für die Karte und ggf. auch für dein neues Girokonto. Außerdem musst du dir in der Regel eine App für das 3D-Secure-Verfahren runterladen.

 

Falls du schon Kunde bei deinem Kartenanbieter bist und dort über ein Girokonto verfügst, ist das natürlich viel einfacher. Du musst die Karte dann üblicherweise nur im Rahmen des Online-Banking beantragen. Die benötigten Angaben sind meist schon vorhanden und eine Legitimationsprüfung ist auch nicht erforderlich.

Kreditkarte kündigen - das ist zu beachten!

Vielleicht besitzt du schon eine Kreditkarte und möchtest dank unserem Kreditkarten-Vergleich zu einem günstigeren Anbieter mit besseren Leistungen wechseln. Dann solltest du deine bisherige Kreditkarte kündigen, sonst zahlst du dafür weiter Gebühren.

 

Die Kündigung einer Kreditkarte ist grundsätzlich kein Problem, man muss allerdings die Kündigungsbedingungen im Kartenvertrag beachten. Die Kartenverträge haben üblicherweise eine Laufzeit von einem Jahr und verlängern sich ohne Kündigung automatisch um ein weiteres Jahr. In den meisten Verträgen ist eine Kündigungsfrist von drei Monaten vorgesehen.

 

Eine Kündigung ist regulär frühestens zum Ablauf des ersten Jahres möglich. Welche Kündigungstermine danach gelten, hängt von den Regelungen im Vertrag ab. Häufig ist eine Kündigung zum Jahresende oder zum Quartalsende möglich. Es gibt aber auch andere Terminregelungen.

 

Vielfach wird auch eine Kündigung abweichend von den vertraglichen Regelungen akzeptierst. Du musst in diesem Fall aber damit rechnen, dass der Kartenanbieter dir eine schon gezahlte Jahresgebühr nicht oder nur zum Teil erstattet. Das hängt von der jeweiligen Geschäftspolitik ab. Die Jahresgebühr wird immer im Voraus für die nächsten 12 Monate erhoben.

 

Für die Kündigung gilt üblicherweise die Schriftform. Das Schreiben kann formlos gehalten sein (du findest dafür zahlreiche Vorlagen im Internet).

 

Dein Schreiben sollte Folgendes enthalten:

 

  1. das Kündigungsdatum
  2. deinen Namen als Karteninhaber
  3. die Kreditkartennummer und ggf. deine Kundennummer
  4. die Gültigkeitsdauer der Kreditkarte
  5. den Kündigungstermin („zum nächstmöglichen Termin“ oder „zum xx.xx.20xx")
  6. den Widerruf deiner Einzugsermächtigung für die Abbuchung vom Girokonto, falls erteilt
  7. eine Bitte um Bestätigung der Kündigung
  8. deine Unterschrift

 

Die Kündigung ist stets an die kartenausgebende Stelle, also deine Bank, Sparkasse oder den betreffenden Anbieter zu richten, nicht etwa an Mastercard oder VISA. In der Regel reicht es, wenn du die alte Karte zerstörst (durchschneiden), gelegentlich wird auch die Rücksendung der Karte verlangt.

Hast du Fragen oder Ideen? Kontaktiere mich gerne per E-Mail.

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Über den Autor:

Ricardo Tunnissen

Ricardo Tunnissen

diplomierter Bankbetriebswirt BankColleg
zertifizierter VR-Gewerbekundenberater RWGA
VR-BeraterPass ServiceBeratung RWGA

 

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E-Mail: support@ricardotunnissen.de

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Ricardo Tunnissen hat das Bankgeschäft von der Pike auf gelernt. Nach Abschluss seiner Ausbildung zum Bankkaufmann IHK, bei einer regionalen Volksbank, startete er als Privatkundenberater mit einer Veranwortung für über 3.000 eigene Kunden.

 

Sowohl während seiner Zeit als Finanzierungsspezialist in der privaten Baufinanzierung, sowie als Gewerbekundenberater in der Firmen- und Gewerbekundenabteilung, bildete er sich zum zertifizierten VR-Gewerbekundenberater RWGA weiter und erhielt über eine zusätzliche Weiterbildung den VR-BeraterPass ServiceBeratung RWGA.

 

Es folgte ein berufsbegleitendes Studium zum Bankfachwirt BankColleg, Bankbetriebswirt BankColleg und zuletzt zum diplomierten Bankbetriebswirt BankColleg im Schloss Montabaur.

Erfahre hier mehr über die fachlichen Qualifikationen und die berufliche Expertise vom Autor.

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  • Ricardo Tunnissen
    Online Finanzratgeber
    48145 Münster