Kreditkarten Vergleich 2020 – Welche Kreditkarte ist die Beste?

Das Wichtigste im Überblick:

  • Eine Kreditkarte ist eine Karte, mit der du sowohl national, als auch international Waren und Dienstleistungen bezahlen kannst. Das vorgestreckte Geld holt sich die Bank bei dir - je nach Kreditkartentyp - entweder kurzfristig, einmal monatlich oder in Ratenzahlungen zurück.
  • Einige Kreditkarten bieten spezielle Leistungen an, die im Preis der Kreditkarte bereits inklusive enthalten sind und ansonsten - würde man sie separat abschließen - tendenziell deutlich teurer sind. Hierzu zählen beispielsweise die Verkehrsmittel-Unfallversicherung, die Auslandsreise-Krankenversicherung, die Reiserücktrittskosten-Versicherung und die Reisegepäckversicherung (weitere findest du im nachfolgenden Ratgeber).
  • Wenn deine Kreditkarte verloren gehen sollte oder noch schlimmer: gestohlen wird, dann solltest du diese schnellstmöglich sperren lassen. Die folgende internationale Sperrnummer solltest du dir unbedingt notieren, damit du im Ernstfall schnell handeln kannst. Zum Sperren deiner Kreditkarte wähle die Nummer: 116 116

So gehst du konkret vor:

  • Vollständige monatliche Abbuchung: Die Kreditkarte der DKB (weltweit kostenlos Geld abheben und kostenlos im Ausland bezahlen)
  • Rückzahlung in Raten: Die Kreditkarte der Hanseatic Bank Genialcard (Rückzahlung in Raten möglich) und die Barclaycard Visa (Rückzahlung in Raten fest vereinbart) bieten dir bequeme Ratenzahlungen an. Zudem kannst du mit beiden Kreditkarten weltweit kostenlos Geld abheben.
  • Meine Empfehlung an dich: Wähle durch verschiedene Filter selbst die Kreditkarte aus, die am besten zu dir passt. Nutze hierzu den offiziellen Vergleichsrechner in diesem Ratgeber. Du hast dort zudem die Möglichkeit, zahlreiche Kundenbewertungen einzusehen.
  • Attraktive Zusatzleistungen: Sieh dir innerhalb des Vergleichsrechners unbedingt auch die Zusatzleistungen an, die bei den jeweiligen Kreditkarten inklusive sind. Du wirst feststellen, dass sich gerade die kostenlosen Versicherungspakete besonders für dich lohnen können.

Was ist eine Kreditkarte?

Eine Kreditkarte ist eine Karte, mit der du sowohl national, als auch international Waren und Dienstleistungen bezahlen kannst. Die meisten Kreditkarten sind weltweit einsetzbar, sowohl im realen täglichen Geschäfts- wie Privatleben, als auch bei Online-Geldtransaktionen.

 

Du wirst es wahrscheinlich bereits oft gesehen haben, dass du bei Online-Buchungen bei Amazon, Booking.com oder ähnlichen Anbietern die Möglichkeit hast, deine Zahlung per Kreditkarte abzuschließen. Da du durch die Zahlung per Kreditkarte dem Anbieter der Waren und Dienstleistungen eine Zahlungsgarantie erteilst, werden Kreditkartenzahlungen immer gefragter. (Was mit einer Zahlungsgarantie genau gemeint ist, erfährst du im weiteren Verlauf dieses Artikels.)

Wozu dient eine Kreditkarte?

Eine Kreditkarte dient zur Abwicklung von Zahlungsverkehr. Du kannst mit einer Kreditkarte sowohl Waren und Dienstleistungen bezahlen, als auch Geld an Geldautomaten abheben. Einen besonderen Fokus werden wir im weiteren Verlauf auf einen sehr interessanten Bonus legen, weshalb ich selbst auch ein riesen Fan von bestimmten Kreditkarten bin. Es handelt sich um die Nutzung von Kreditkarten mit zusätzlichen Versicherungspaketen, welche in der Nutzung der Kreditkarte inklusive sind.

 

Hierbei kannst du bares Geld sparen. Meist sind solche Kreditkarten-Versicherungspakete deutlich günstiger, als würdest du die entsprechenden Versicherungen separat abschließen. Besonders bei Urlaubsreisen im Ausland kann es daher sehr viel Sinn machen, eine solche Kreditkarte vor Buchung der Reise abzuschließen. Auf dieses Thema gehen wir selbstverständlich noch im weiteren Verlauf im Detail ein. Du wirst bereits jetzt erkennen, dass eine Kreditkarte sehr sinnvoll für dich sein kann.

 

Lass uns nun auf den Unterschied zwischen einer Kreditkarte, einer Girocard und einer Maestro-Karte eingehen. Unter bestimmten Umständen benötigst du nämlich zwingend eine Kreditkarte, wenn du ins Ausland reist. Doch dazu gleich mehr.

Unterschied Kreditkarte, Girocard und Maestro Card?

Die Girocard bezeichnet deine "normale" EC-Karte, welche zu deinem Girokonto gehört. Sie ist für die meisten Transaktionen - besonders im nationalen Einsatz und EU-Gebiet - geeignet. Das deutsche System V PAY ist besonders im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich und Schweiz) stark vertreten. Im Ausland hingegen wird deutlich mehr auf die Maestro-Karte zurückgegriffen.

 

Hierbei handelt es sich um eine Girocard des Anbieters Maestro. Karten mit einem V PAY-Logo sind am meisten in der Europäischen Union verbreitet. Für das V PAY System wurde ein hochpreisiger Chipsatz verwendet, welcher zugleich mehr Sicherheit bei der Zahlung bedeutet. V PAY bedeutet vor allem deshalb mehr Sicherheit, da eine Vorab-Autorisierung mittels PIN anstatt durch eine Unterschrift erfolgt und so sichergestellt werden kann, dass sowohl ausreichend Kontodeckung vorhanden ist, als auch die Sicherheits-PIN korrekt eingegeben wurde.

 

Sowohl die Girocard, als auch die Maestro Karte gehören zu den Debit-Karten. Was eine Debitkarte genau ist und welche Vor- und Nachteile eine Debitkarte aufweist, erfährst du weiter unten auf dieser Seite.

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Wie funktioniert eine Kreditkarte?

Die Kreditkarte funktioniert in ihren Grundzügen sehr ähnlich, wie deine ganz normale Kontokarte. Du kannst diese im Geschäft zum Bezahlen einsetzen und zusätzlich mit ihr Online-Buchungen durchführen. Bei diesen Online-Buchungen kommen jedoch zwei Nummern zum Einsatz, welche sich von dem Einsatz deiner normalen Kontokarte unterscheiden: Die Kartennummer und die Prüfnummer.

 

  • Die Kartennummer stellt die persönliche Identifikationsnummer dar, welche aus 12 bis 16 Ziffern bestehen kann. Die Anzahl der Ziffern hängt mitunter von der jeweiligen Kreditkartengesellschaft ab. (siehe Tabelle unten)
  • Die Identifikationsnummer ist nur in Kombination mit der Prüfnummer gültig. Sie wird nach einem bestimmten Algorithmus berechnet und ist ebenfalls auf der Karte aufgedruckt. Anhand der Identifikationsnummer ist die eindeutige Zuordnung der Karte zum Karteninhaber möglich.

 

Die ersten sechs Ziffern bilden gemeinsam die sogenannte Bank Identification Number (BIN). Die folgenden neun Ziffern geben die Kontonummer an, die der Kreditkarte zugeordnet ist. Die letzte Zahl ist die Prüfziffer.

 

Kreditkarten Vergleich

 

Die Kartenprüfnummer (auch CVC genannt) ist ein weiteres Merkmal einer Kreditkarte. Sie ist auf der Rückseite neben dem Feld für die Unterschrift zu finden und weist je nach Kreditkartengesellschaft drei oder vier Stellen auf. Für Online-Käufe sichert diese Nummer deine Legitimation und wird in fast allen Fällen automatisch abgefragt.

 

Kreditkarten Vergleich
Bildquelle: www.financescout24.de

 

Welche Arten von Kreditkarten gibt es?

Kreditkarten sind in unterschiedlichen Varianten erhältlich. Während die "typische" Kreditkarte monatlich von deinem Konto abgerechnet wird, gibt es auch andere Modelle, welche über andere Verrechnungszeitpunkte verfügen. Du erhältst daher im folgenden eine Übersicht der verschiedenen Varianten von Kreditkarten, inklusive der jeweiligen Vor- und Nachteile, sodass du schnell erkennen kannst, welche Art einer Kreditkarte für dich die Beste ist.

 

Es gibt insgesamt 4 verschiedene Arten von Kreditkarten:

 

  • Prepaid-Kreditkarten (auch bekannt als Basic-Kreditkarte)
  • Debit-Kreditkarten
  • Charge-Kreditkarten
  • Revolving-Kreditkarten

Was ist eine Prepaid Kreditkarte?

Die Prepaid Kreditkarte bezeichnet eine Kreditkarte, welche ausschließlich auf Guthabenbasis geführt werden soll und trotzdem die Vorteile einer normalen Charge Kreditkarte aufweist.

 

Wichtig: Eigentlich ist die Bezeichnung "Prepaid Kreditkarte" in den meisten Fällen mittlerweile unzulässig, da die Bezeichnung impliziert, dass die Kreditkarte ausschließlich auf Guthabenbasis geführt werden kann. Das ist jedoch nicht der Fall.

 

Szenario: Bei manchen Anbietern wird für die Nutzung einer solchen Kreditkarte eine jährliche Kartengebühr von beispielsweise 20 € erhoben, welche der Kreditkarte direkt belastet werden. Sollte zum Stichtag der Belastung der Kartengebühr kein Guthaben auf der Prepaid Kreditkarte vorhanden sein, so kann diese also durchaus ins Negative rutschen. Aus diesem Grund wird meist anstatt von einer Prepaid Kreditkarte nur noch von einer Basic-Kreditkarte gesprochen.

 

Vor- und Nachteile der Prepaid Kreditkarte

 

Die Prepaid Kreditkarte wird besonders häufig für Minderjährige genutzt, welche eine Kreditkarte benötigen. Meist gilt 14 Jahre als Altersgrenze, um eine Prepaid Kreditkarte - mit Einverständnis der gesetzlichen Vertreter - zu erhalten. Der Grund liegt insbesondere darin, dass in vielen Schulkantinen bevorzugt mit Kreditkarte bezahlt werden soll, um so die Bargeldbestände niedrig zu halten.

 

Einige Schulen gehen sogar soweit, dass sie ausschließlich die Zahlung per Kreditkarte akzeptieren. Aus diesem Grund wird in solchen Situationen besonders gerne auf die Prepaid Kreditkarte zurückgegriffen. Dadurch, dass diese im Normalfall (Ausnahme: siehe Erklärung zur Basic-Kreditkarte) nur im Guthaben geführt wird, ist sie so für Minderjährige geeignet.

 

Als weiterer Vorteil kommt hinzu, dass so bereits Jugendliche ab 14 Jahren den Umgang mit einer eigenen Kreditkarte lernen und das Ausgabenlimit über das hinterlegte Guthaben, meist von den Eltern, kontrolliert werden kann.

 

Ein weiterer Vorteil der Prepaid Kreditkarte besteht darin, dass auch bonitätsschwache Menschen die Vorteile einer Kreditkarte nutzen können, ohne ein bonitätsabhängiges Kreditkartenlimit genehmigt müssen bekommen. Da die Vergabe von Verfügungsrahmen auf der "normalen" Kreditkarte von der Bonität des Karteninhabers abhängt, würden bonitätsschwache Menschen, ohne die Verfügbarkeit einer Prepaid Kreditkarte, starke Nachteile im internationalen Zahlungsverkehr und bei Online-Buchungen haben.

 

Der Nachteil der Prepaid Kreditkarte besteht darin, dass sie regelmäßig aufgeladen werden muss und nur mit ihr verfügt werden kann, wenn ausreichendes Guthaben auf dem Kreditkartenkonto vorhanden ist. Ein weiterer Nachteil der Prepaidkarte ist, dass sie keinen Pfändungsschutz bietet. Da es sich um dein Guthaben handelt, kann der Gläubiger im Falle einer Pfändung über dieses auch verfügen. Wichtig: Ab dem 1. Juli 2020 wird die Umstellung in ein Pfändungsschutzkonto (auch bekannt als P-Konto) möglich sein.

 

Für wen ist die Prepaid Kreditkarte geeignet?

 

  1. Minderjährige Schüler
  2. Menschen mit schwacher Bonität
  3. Menschen, welche nur auf Guthabenbasis verfügen dürfen/wollen

Was ist eine Debitkarte?

Dir wird wahrscheinlich der Begriff "Debitkarte" nicht zwingend geläufig sein, obwohl du eine solche Karte höchstwahrscheinlich bereits besitzt. Die Debitkarte bezeichnet deine "normale" Kontokarte, welche du bei der Eröffnung deines Girokontos erhalten hast.

 

Doch was unterscheidet die Debitkarte eigentlich von einer Kreditkarte? Der grundlegende Unterschied zwischen einer Debitkarte und einer Kreditkarte besteht in der Art der Abrechnung, nachdem du etwas bezahlt hast. Bei einer Debitkarte (ehemals auch EC Karte, heute Girocard genannt) wird der Betrag direkt (oder kurzfristig innerhalb weniger Tage) von deinem Konto abgebucht. Bei einer Kreditkarte erfolgt die Abbuchung nicht unmittelbar, sondern verzögert.

 

Meist trägt deine Debitkarte ("normale" Kontokarte) ein Logo von den großen Netzwerken, welche besonders im deutschsprachigen Raum sehr vertreten sind, wie Visa oder Mastercard. Bei allen Ähnlichkeiten fällt jedoch ein wesentlicher Unterschied auf:

 

Und zwar: Woher das Geld kommt, mit dem du deinen Kauf bezahlst. Banken und Sparkassen bieten dir eine Debitkarte an, wenn du ein neues Konto eröffnest. Mit der Karte kannst du auf das Guthaben deines Kontos zugreifen. Wenn du mit deiner Debitkarte ("normaler" Kontokarte) einen Kauf tätigst oder Bargeld abhebst, dann wird das Geld direkt von deinem Girokonto - mit taggleicher Wertstellung (= Valuta) abgebucht. Wenn nicht genug Geld vorhanden ist, um die Kosten zu decken und du die Zahlung mit deiner persönlichen PIN bestätigt hast, lehnt die Bank die Transaktion ab.

 

Dies ist der entscheidende Unterschied, da eine Kreditkarte deine Buchung/deine Zahlung mit einer Kreditlinie belastet, die erst später von deinem Konto abgebucht wird. Information: Du kannst einen Zahlvorgang mittels PIN oder Unterschrift autorisieren. Bei Bestätigung deiner Zahlung per PIN (persönlicher Identifikationsnummer) wird automatisch überprüft, ob dein Konto über genügend Deckung (= Guthaben) verfügt. Bei einer Zahlungsbestätigung per Unterschrift wird eine solche Vorabüberprüfung nicht durchgeführt, wodurch das Risiko für den Händler größer ist, dass der Zahlvorgang - im Nachgang wegen mangelndem Guthaben - nicht eingelöst werden kann.

Unterschied Debitkarte Kreditkarte

Du fragst dich jetzt wahrscheinlich, warum viele Händler dann überhaupt noch die Bestätigung per Unterschrift akzeptieren. Der Grund liegt darin, dass Händler für beide Verfahren - PIN oder Unterschrift - eine Gebühr an die kartenausgebende Bank bezahlen müssen. Die Gebühr für die sichere Zahlungsform per PIN ist jedoch deutlich teurer für die Händler, als die Zahlungsbestätigung per Unterschrift.

 

Aus diesem Grund ist es für viele Händler eine Kostenrechnung, ab wann sich die "sichere" Variante der PIN Freigabe mehr lohnt, als die Variante per Unterschrift. Liegen die Gebühren bei X Zahlungen mit dem PIN Verfahren höher, als der erwartete Ausfallverlust bei gleicher Anzahl von Zahlungen per Unterschrift, so lohnt sich logischerweise die "unsichere" Variante mehr, da die erwarteten Verluste niedriger sind, als die Kostendifferenz zur "sicheren" Variante. 

 

Vor- und Nachteile der Debitkarte

 

Der größte Vorteil der Debitkarte besteht wohl darin, dass du leicht Übersicht über deine Buchungen behältst. Dadurch, dass sämtliche Zahlungen sehr zeitnah von deinem Girokonto abgebucht werden, läufst du nicht Gefahr, den Überblick zu verlieren und am Tag X eine böse Überraschung zu erleben.

 

Je nachdem ob du Sollzinsen bei einer alternativen Revolving-Kreditkarte bezahlen müsstest, sparst du auch diesen Kostenpunkt bei einer Debitkarte. Auf der anderen Seite wird dir durch die zeitnahe Verrechnung auch die Möglichkeit genommen, kurzfristige Liquiditätsengpässe, durch eine zeitversetzte Abrechnung, zu überbrücken.

 

Für wen ist die Debitkarte geeignet?

 

Die Debitkarte ist für praktisch jeden geeignet. Tatsächlich ist nahezu jeder bereits in Besitz einer Debitkarte, da es sich hierbei um deine ganz normale Kontokarte handelt, welche zu deinem Girokonto gehört. Durch die Nutzung zum Abheben von Bargeld, dem Bezahlen im Geschäft, etc. ist die Debitkarte rundum einsetzbar und aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken.

Was ist eine Charge Kreditkarte?

Charge Kreditkarten sind die verbreitetste Form von Kreditkarten im gesamten deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich und die Schweiz). Charge Kreditkarten stehen nicht in direkter Verbindung zu deinem Girokonto. Das bedeutet, dass deine Zahlungen per Kreditkarte - zuvor - über ein separates Kreditkartenkonto gebucht werden. Auf diesem Kreditkartenkonto werden alle deiner Buchungen gesammelt und meist monatlich, in einer Summe, deinem Girokonto belastet.

 

Dein Verfügungsrahmen hängt von der Höhe deines Kreditkartenlimits ab, welches du mit deiner Bank oder Sparkasse vereinbart hast. Die Höhe des Kreditkartenlimits kann frei variieren und beginnt meist bei 100 € pro Monat bis Ende offen.

 

Im Allgemeinen ermöglichen dir bessere Kredit-Scores höhere Kreditkartenlimite. Mit einer Kreditkarte bezahlst du deinen Einkauf also nicht sofort, wie es bei der Debitkarte ("normale" Kontokarte) üblich ist. Die Kreditkartengesellschaft bezahlt den Händler und addiert den Betrag der Buchung zu deinem Kontostand auf deinem Kreditkartenkonto.

 

Zum Verständnis: Beträgt dein Kreditkartenlimit beispielsweise 1.000 € pro Monat, so reduziert jede Buchung dieses Limit. Beispiel: Du bezahlst jede Woche deinen Einkauf über 500 € mit deiner Kreditkarte. Am Ende des Monats hast du somit deinen Verfügungsrahmen (dein Kreditkartenlimit) voll ausgeschöpft. Der Kontostand deines Kreditkartenkontos beläuft sich nun auf -1.000 € (im Soll). An einem festgelegten Tag im Monat wird dann dieser negative Saldo deines Kreditkartenkontos von deinem Girokonto in einer Summe abgebucht. Dein Girokonto wird also einmalig mit 1.000 € belastet, sodass dein Kreditkartenkonto wieder ausgeglichen ist und dein Kreditkartenlimit wieder bei freien 1.000 € besteht.

 

Dieser Buchungsvorgang wiederholt sich dann monatlich.

 

Vor- und Nachteile der Charge Kreditkarte

 

Ein großer Vorteil der Charge Kreditkarte besteht darin, dass deine Buchungen gesammelt von deinem Girokonto abgebucht werden und in ihrer Höhe, durch das Kreditkartenlimit, gedeckelt sind. Auf diese Weise kannst du keine bösen Überraschungen erleben. Natürlich lassen sich durch die monatliche Buchung auch zwischenzeitliche Liquiditätsengpässe überbrücken.

 

Beispiel: Wenn dein Gehalt Mitte des Monats auf deinem Konto eingeht und dein Konto am Anfang des Monats kein Guthaben mehr aufweist, dann kannst du weiterhin mit deiner Kreditkarte Buchungen vornehmen und Einkäufe bezahlen. Natürlich nur dann, wenn die Sammelbuchung nach dem Gehaltseingang stattfindet.

 

Wichtig: Diese Überbrückungsfinanzierung mittels einer Charge Kreditkarte sollte nur in den absoluten Ausnahmefällen genutzt werden. Du solltest stets darauf achten, dass du einen gewissen Kapitalpuffer in der Rückhand hast, um unvorhergesehene Kosten begleichen zu können.

 

Für wen ist die Charge Kreditkarte geeignet?

 

Die Charge Kreditkarte ist für dich geeignet, wenn du über ein regelmäßiges Einkommen verfügst und deine monatlichen Kosten im Überblick hast, da sonst das Risiko der Überschuldung entsteht.

Was ist eine Revolving Kreditkarte?

Die Revolving-Kreditkarte kann als eine Mischung aus Kreditkarte und einem Rahmenkredit bezeichnet werden. Sie wird daher oft auch als "echte" Kreditkarte bezeichnet. Denn mit einer revolvierenden Kreditkarte kannst du den monatlich fälligen Gesamtbetrag auch in Raten zurückzahlen.

 

Diese Form der Kreditkarte - die Revolving Kreditkarte - spielt im deutschsprachigen Raum eine eher untergeordnete Rolle. In den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) ist der Einsatz der Revolving Kreditkarte jedoch gang und gäbe.

 

Wenn du dich dafür entscheidest, eine Ratenzahlung zu hinterlegen, so kann dies schnell teuer und unübersichtlich für dich werden. Bei manchen Anbietern werden nämlich Zinsen fällig, welche du auf deinen nicht bezahlten, in den nächsten Monat übertragenen, Kredit zahlen musst.

 

Das kann richtig teuer für dich werden, da die Zinssätze zwischen den Anbietern stark variieren. Die Zinssätze hierfür liegen in der Spitze bei 19,44 %, weshalb du unbedingt auf diesen Kostenpunkt achten solltest. (Quelle: www.n-tv.de)

 

Wenn du deinen Kreditkartensaldo jeden Monat sorgfältig bezahlst, kann die Verwendung einer Revolving Kreditkarte für dich durchaus von Vorteil sein. Dies liegt daran, dass die meisten Kreditkartenanbieter Belohnungen oder Cashback für das Geld anbieten, das du ausgibst.

 

Vor- und Nachteile der Revolving Kreditkarte

 

Ein großer Vorteil der Revolving Kreditkarte besteht in der monatlichen Ratenzahlung, wodurch meist ein höherer Kreditrahmen gewährt wird. So können auch Personen mit einem geringen Einkommen finanzielle Engpässe überbrücken.

 

Ein Risiko besteht in den möglichen Kosten. Besonders durch die Ratenzahlung besteht das Risiko, dass - möglicherweise - erhobene Sollzinsen deine Liquidität zunehmend belasten und eine Rückführung des Kreditbetrages erschweren.

 

Für wen ist die Revolving Kreditkarte geeignet?

 

Die Revolving Kreditkarte ist besonders dann für dich geeignet, wenn du einen Kredit benötigst, um kurzfristige Anschaffungen längerfristig zu finanzieren.

Welche Anbieter von Kreditkarten gibt es?

Sowohl in Deutschland als auch weltweit gibt es verschiedene Anbieter von Kreditkarten.

 

Zu den bekanntesten Anbietern gehören:

 

  • Visa
  • MasterCard
  • American Express
  • Diners Club

Wie unterscheiden sich die verschiedenen Kreditkartenanbieter?

Die Kreditkarten von den Kartengesellschaften Visa und MasterCard sind auch in der Prepaid-Variante (Basic-Variante) erhältlich. Somit richten sich die Kreditkarten dieser Anbieter nicht nur an Personen mit einem eigenen Einkommen und guter Bonität. American Express hingegen richtet sich eher an bonitätsstarke und solvente Kunden. Im Gegensatz dazu ist die Diners Club Karte eher auf Geschäftskunden ausgerichtet, die die Karte an Flughäfen oder in Hotels nutzen.

Warum gibt es Gold, Platin, Metallkarten?

Gold, Platin und Metallkarten bieten spezielle Vorzüge und Leistungen an, welche einen deutlichen Mehrwert gegenüber den "normalen" Kreditkarten aufweisen. Besonders verschiedene Versicherungspakete, welche in diesen Karten enthalten sind, machen den Abschluss äußerst attraktiv.

 

Haben diese spezielle Leistungen?

 

Wie bereits angedeutet gibt es spezielle Leistungen, welche in diesen besonderen Kreditkarten inklusive sind. Du erhältst im Folgenden eine kurze Übersicht, welche Leistungen besonders attraktiv - in Kombination mit einer dieser Kreditkarten - sein können:

 

  1. Verkehrsmittel-Unfallversicherung
  2. Auslandsreise-Krankenversicherung
  3. Reiserücktrittskosten-Versicherung
  4. Reisegepäckversicherung
  5. Reise-Service-Versicherung
  6. Auslands-Schutzbrief-Versicherung
  7. Shop Garant / Einkaufsversicherung
  8. Garantieverlängerung
  9. Mietwagen-Kaskoversicherung und Mietwagen-Zusatzhaftpflichtversicherung
  10. Veranstaltungsticket-Versicherung
  11. Portemonnaie-Schutz, Karten- und Dokumentenschutz
  12. Rückvergütung auf den Reisepreis
  13. Reise-Servicehotline
  14. Sonderkonditionen auf Reisen und in Hotels
  15. Exklusiver Concierge-Service Zugang zu VIP-Lounges in Flughäfen

 

Meist sind Auslandsreisekrankenversicherung inklusive der Reiserücktrittskostenversicherung im Einzelabschluss bereits teurer, als die Jahresgebühr der Kreditkarte. Besonders dann, wenn deine Kreditkarte überhaupt keine Jahresgebühr aufweist, kannst du hier sehr viel Geld sparen.

Kreditkarte beantragen: Was sind die Voraussetzungen und welche Unterlagen/Dokumente werden benötigt?

Die Beantragung einer Kreditkarte funktioniert ganz leicht. Grundsätzlich muss der Antragsteller für die Beantragung einer Kreditkarte volljährig sein. Ausnahme: Lediglich bei Prepaidkreditkarten (auch Basic-Kreditkarten genannt) ist die Beantragung durch die Eltern auch für Minderjährige möglich.

 

Die wichtigste Voraussetzung bei der Beantragung einer Kreditkarte ist eine gute Bonität. Vor allem bei der Beantragung einer Charge-Kreditkarte oder einer Revolving Kreditkarte findet eine Schufa Überprüfung statt. Für die Antragsstellung werden, neben deinem Personalausweis, deine aktuellen Gehaltsnachweise (meist der letzten 3 Monate) benötigt.

Kreditkarte beantragen

Welche Kosten und Gebühren können bei Kreditkarten entstehen?

In der Praxis können 4 verschiedene Kosten/Gebühren entstehen, welche du bei der Auswahl deiner Kreditkarte unbedingt beachten solltest. In vielen Fällen sind die meisten der aufgelisteten Gebühren bei den jeweiligen Anbietern nicht vorhanden. Sieh hierzu in unserem Kreditkarten Vergleichsrechner gerne nach. Dort findest du eine Übersicht der wichtigsten Gebühren.

 

Insgesamt lassen sich die 4 folgenden Kosten/Gebühren festhalten, welche beim Einsatz von Kreditkarten entstehen können:

 

  1. Jahresgebühren
  2. Auslandseinsatzgebühren
  3. Sollzinsen
  4. Abhebungsgebühren

 

Du erfährst nun, was sich hinter diesen 4 Gebührenarten wirklich verbirgt.

 

Jahresgebühren

 

Einige bekannte Kreditkartenanbieter bzw. Banken und Sparkassen erheben eine jährliche Gebühr auf ihre Kreditkarten. Manche Volksbanken und Sparkassen erheben beispielsweise Jahresgebühren zwischen 20 - 90 € für den Besitz einer Kreditkarte. Ob eine Kartengebühr bei den verschiedenen Kreditkartenanbietern anfällt, erfährst du in unserem - täglich aktualisierten - Kreditkarten-Vergleichsrechner. Die Jahresgebühr einer Kreditkarte wird dir dafür berechnet, um das Konto offen und aktiv zu halten. Unabhängig davon, ob du auch nur einen Cent über die Karte ausgeben / mit der Karte bezahlt hast oder du dich dafür entschieden hast, sie maximal zu nutzen, zahlst du immer noch diese jährliche Pauschalgebühr.

 

Hinweis: Bei einigen Banken gibt es eine umsatzabhängige Rückerstattung der Jahresgebühr. Bei einigen Volksbanken werden dir beispielsweise ab einem Jahresumsatz von 4.000 € bis zu 50 % der Jahresgebühr erlassen. So vermeidest du die jährliche Kreditkartengebühr Auf den ersten Blick mag es absurd erscheinen, eine Gebühr für das Recht zu zahlen, eine Kreditkarte zu besitzen. Die gute Nachricht an dieser Stelle für dich ist jedoch, dass nicht alle Karten eine Gebühr erheben und die meisten Kreditkarten, welche ich dir im Vergleichsrechner vorstelle, kostenlos sind.

 

Wenn du mit Kreditkarten noch nicht vertraut bist, solltest du bestmöglich mit einer Kreditkarte beginnen, für die keine Jahresgebühr erhoben wird. Einige Karten verzichten für das erste Jahr auf die Gebühr und beginnen erst im 2. Jahr mit der Erhebung einer Jahresgebühr.

 

Tipp: Es kann durchaus Sinn machen, mit der Beantragung deiner Kreditkarte bis zu den Sommerferien zu warten, da es hier oft Aktionsrabatte gibt. Einige Banken bieten in ihrem sogenannten "Urlaubspaket" eine - üblicherweise kostenpflichtige Kreditkarte - für 1 Jahr lang komplett kostenlos an.

 

Auslandseinsatzgebühren

 

Bei den meisten Kreditkarten ist das Bezahlen im gesamten EU-Raum kostenlos. Anders ist es dagegen in Fremdwährungsgebieten außerhalb der Euro-Länder. Hier wird dir von vielen Kreditkartenanbietern eine Auslandseinsatzgebühr pro Transaktion berechnet.

 

Sollzinsen

 

Dieser Punkt ist besonders dann für dich wichtig, wenn du dich für eine Revolving Kreditkarte entscheidest. Wenn du deine Kreditkartenumsätze über eine Ratenzahlung zurückführst, so können hierbei Sollzinsen deine Kosten erhöhen. Achte daher unbedingt auf die Höhe dieser Sollzinsen. Als Faustregel solltest du im Hinterkopf behalten, dass die Sollzinsen der Revolving Karte unter den Sollzinsen für einen Konsumentenkredit liegen sollten.

 

Wenn du bereits jetzt weißt, dass du dich für einen Ratenkredit interessierst, dann erhältst du hier einen tollen Überblick, welcher Ratenkredit der Richtige für dich ist. Den Ratenkredit-Vergleichsrechner findest du hier.

 

Abhebungsgebühren

 

Abhebungsgebühren entstehen dir dann, wenn du deine Kreditkarte am Geldautomaten verwendest, um Geld abzuheben. Das Geldabheben ist in den meisten Fällen leider mit einer hohen Kreditkartengebühr verbunden. Aus diesem Grund solltest du nur dann Geld mit deiner Kreditkarte abheben, wenn du deine normale Kontokarte nicht griffbereit hast und du zwingend auf Bargeld - in diesem Moment - angewiesen bist.

Kreditkarte im Ausland nutzen: Worauf muss man achten?

Wenn du im Ausland unterwegs bist, dann solltest du besonders im Nicht-EU-Ausland folgendes beachten: In Fremdwährungsgebieten können dir zusätzliche Kosten durch den Wechselkurs entstehen. Es lohnt sich deshalb vorab zu klären, ob deine Kreditkarte für einen Auslandsaufenthalt außerhalb des Euroraumes geeignet ist und welche Kosten dir entstehen können.

Verlust oder Diebstahl der Kreditkarte: Was tun?

Wenn deine Kreditkarte verloren gehen sollte oder noch schlimmer: gestohlen wird, dann solltest du diese schnellstmöglich sperren lassen. Bitte notieren: Die folgende internationale Telefonnummer solltest du dir unbedingt notieren, damit du im Ernstfall schnell handeln kannst.

 

Zum Sperren deiner Kreditkarte wähle die Nummer: 116 116

 

Besonders wenn deine Kreditkarte gestohlen wurde, ist jede Sekunde wertvoll. Jeder Dieb ist sich der Tatsache bewusst, dass die gestohlene Kreditkarte schnell gesperrt wird, wodurch möglichst schnell die ersten Transaktionen getätigt werden, bevor die Sperrung hinterlegt ist. Aus diesem Grund solltest du deine Kreditkarte sperren, sobald du feststellst, dass sich diese nicht mehr in deinem Besitz befindet.

 

In vielen Fällen lohnt sich ein Sperre der Kreditkarte auch als Vorsichtsmaßnahme, wenn du deine Karte nicht mehr finden solltest. Meist ist die Aufhebung einer Kartensperre (wenn auch gegen eine kleine Gebühr) über den Kundenservice möglich, sodass du auf diesem Weg kein unnötiges Risiko eingehst.

Wie kündigt man eine Kreditkarte?

Wenn du deine Kreditkarte kündigen möchtest, so ist dies einfach mit einem formlosen Schreiben möglich. Diese Informationen sollte dein Kündigungsschreiben beinhalten:

 

  1. Kreditkarteninhaber
  2. Kartennummer
  3. Ausstellungsdatum
  4. Datum deiner Kündigung (schnellstmöglich, zum nächstmöglichen Zeitpunkt, zum Datum XYZ)
  5. Unterschrift

Hast du Fragen oder Ideen? Kontaktiere mich gerne per E-Mail.

Kreditkarten Vergleichsrechner

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Über den Autor:

Ricardo Tunnissen

Ricardo Tunnissen

zertifizierter Gewerbekundenberater RWGA
VR-BeraterPass ServiceBeratung RWGA
Bankbetriebswirt BankColleg

 

Du hast Fragen oder Ideen?

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Ricardo Tunnissen hat das Bankgeschäft von der Pike auf gelernt. Nach Abschluss seiner Ausbildung zum Bankkaufmann IHK, bei einer regionalen Volksbank, startete er als Privatkundenberater mit einer Veranwortung für über 3.000 eigene Kunden.

 

Sowohl während seiner Zeit als Finanzierungsspezialist in der privaten Baufinanzierung, sowie als Gewerbekundenberater in der Firmen- und Gewerbekundenabteilung, bildete er sich zum zertifizierten Gewerbekundenberater RWGA weiter und erhielt über eine zusätzliche Weiterbildung den VR-BeraterPass ServiceBeratung RWGA.

 

Es folgte ein berufsbegleitendes Studium zum Bankfachwirt BankColleg, Bankbetriebswirt BankColleg und zur Zeit zum Dipl. Bankbetriebswirt BankColleg im Schloss Montabaur.

Erfahre hier mehr über die fachlichen Qualifikationen und die berufliche Expertise vom Autor.

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  • Ricardo Tunnissen
    Online Finanzratgeber
    48145 Münster