Hauskauf Tipps

8 Tipps für ein gutes Gelingen

Der Kauf einer Immobilie ist mit vielen Entscheidungen, handwerklichen und organisatorischen Herausforderungen sowie einer ordentlichen Portion Bürokratie und Papierkram verbunden.

 

Das alles kann unerfahrene Immobilienkäufer leicht überfordern. Mit diesen Tipps kannst Du einige Stolperfallen umgehen.

Die wichtigsten Punkte:

  • Recherchiere im Vorfeld gründlich.
  • Lass Dich nicht von Dritten in eine Richtung drängen und überstürze nichts.
  • Sichere Deine finanziellen Risiken bestmöglich ab.
  • Plane langfristig, sowohl finanziell als auch organisatorisch.
  • Nimm im Zweifelsfall fachkundige Hilfe in Anspruch.

Empfehlungen für deine Baufinanzierung:

Für Baufinanzierungen empfehle ich dir Dr. Klein*, Baufi Rheinland* und Baufi24*.

Finanzierungsbedarf ermitteln und ausreichend Puffer einkalkulieren

Die wohl wichtigste Fragestellung beim Hauskauf ist, wie viel Immobilie man sich leisten kann. Neben dem eigentlichen Kaufpreis fallen weitere Nebenkosten sowie Ausgaben für Sanierungs- und Renovierungsarbeiten, Gartengestaltungen oder Carport an.

 

Und dann gibt es noch den "Kostenfaktor X" - unvorhergesehene Mehrausgaben, die in der Finanzierungsplanung nicht vorgesehen waren. Sie können gerade bei "Finanzierungen auf Kante" dazu führen, dass das gesamte Immobilienprojekt nicht mehr finanzierbar ist.

 

Spiele daher das gesamte Vorhaben gedanklich durch. Überlege genau, welche Kosten anfallen können und kalkuliere diese großzügig ein. Lass Dir für alle größeren Gewerke Kostenvoranschläge geben.

 

Rechne in die ermittelten Gesamtkosten einen zusätzlichen Kostenpuffer von ca. 10 - 15 % ein. Nicht benötigte Mittel kannst Du dann in die Darlehenstilgung fließen lassen.

Den mittel- und langfristigen Finanzierungsbedarf vorausschauend planen

Eine Immobilienfinanzierung dauert im Schnitt 20-30 Jahre. Ein langer Zeitraum, in dem sich viel ändern kann. Zumindest die absehbaren Ereignisse sollten eingeplant werden.

 

Dies sind beispielsweise:

 

  • Sanierungsaufwand für die Immobilie (z. B. Austausch der Heizungsanlage)
  • absehbare Einkommensänderungen (z. B. Rentenbeginn)
  • zusätzliche Ausgaben (z. B. Studienbeginn des Kindes)

 

Erstelle einen Zeitplan, in welchem die Belastungen durch die Finanzierung sowie die absehbaren Änderungen gegenüber gestellt werden. So erkennst Du, wann es knapp werden könnte und kannst frühzeitig gegensteuern.

Klären, ob weitere Erschließungskosten und Anliegerbeiträge vorgesehen sind

Immobilienbesitzer werden bei vielen Bauprojekten an den Kosten beteiligt. Hierzu gehören der Bau und die Erneuerung der Versorgungsnetze für Strom, Wasser, Gas und Kanalisation sowie der Erhalt und Ausbau von Straße, Gehwegen und anderen öffentlichen Anlagen. Derartige Baumaßnahmen können schnell mit großen Summen zu Buche schlagen.

 

Ob derartige Projekte in naher Zukunft anstehen, kannst Du bei der örtlichen Stadt- oder Gemeindeverwaltung erfragen. Hier genügt ein einfaches Anschreiben, in welchem Du darlegst, dass du einen Immobilienkauf dort in Erwägung ziehst und deshalb gern Auskunft darüber hättest, ob in absehbarer Zeit mit Anliegerbeiträgen für geplante Bauprojekte zu rechnen ist.

 

Die Auskunft bei der Gemeinde ist kostenlos und kann Dir unter Umständen eine unangenehme Überraschung ersparen.

Lebensrisiken adäquat absichern

Fällt ein Teil des Einkommens durch Tod oder die Arbeitsunfähigkeit weg, können die Raten für die Immobilie schnell nicht mehr bezahlbar sein. Eine Risiko-Lebensversicherung oder auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung können zumindest die finanziellen Folgen abmildern.

 

Es empfiehlt sich, das Todesfallrisiko wenigstens für den ungesicherten Teil der Finanzierung abzusichern. Reine Risiko-Lebensversicherungen sind meist schon für geringe Beitragszahlungen zu haben.

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Besonderheiten bei den verschiedenen Immobilienarten berücksichtigen

Beim klassischen freistehenden Einfamilienhaus bist Du der Eigentümer und kannst im Wesentlichen selbst entscheiden, was Du mit der Immobilie anstellst. Bei einigen Immobilienarten gibt es jedoch Besonderheiten.

 

Erbbaurecht

 

Beim Erbbaurecht wirst Du nur Eigentümer der Immobilie, nicht aber des Grundstückes. Gegen Zahlung eines Erbbauzinses darf das Grundstück jedoch für eine gewisse Zeit genutzt und bebaut werden. Die Einzelheiten werden im Erbbaurechts-Vertrag geregelt, dessen Inhalt Du vor dem Kauf genau prüfen solltest.

 

Denkmalschutz

 

Bei einer Immobilie, die unter Denkmalschutz steht, müssen bei Baumaßnahmen strenge Auflagen eingehalten werden. Dadurch steigen die Kosten meist deutlich an. Dies solltest Du vor dem Hauskauf berücksichtigen.

 

Eigentumswohnungen

 

Beim Kauf einer Eigentumswohnung gehören das Treppenhaus, Aufzüge, Heizungsräume oder das Dach allen Eigentümern zusammen (Gemeinschaftseigentum). In Eigentümerversammlungen wird über Maßnahmen, die das Gemeinschaftseigentum betreffen, entschieden.

 

Können sich die Miteigentümer nicht einigen oder sind einige nicht zahlungsfähig, kann dies zu Problemen führen. Erkundige Dich daher im Vorfeld z. B. beim Hausverwalter oder einem der Eigentümer, wie die Eigentümergemeinschaft so "tickt".

Nichts überstürzen und nicht unter Druck setzen lassen

Die Entscheidung zum Kauf einer Immobilie will gut überlegt sein. Die Immobilie sollte langfristig zum eigenen Lebensentwurf passen, die Finanzierung muss gesichert sein und auch der zukünftig anfallende Kostenrahmen für den Unterhalt und den Erhalt der Immobilie muss tragbar sein.

 

Zudem sollte auch der Zustand der Immobilie eingehend geprüft werden, um nicht die viel gerühmte Katze im Sack zu kaufen.

 

Eigentümer und Makler hingegen möchten die Immobilie meist schnell und für einen guten Preis verkaufen. Sie neigen daher oftmals dazu, zur Eile anzutreiben. Auch die Konkurrenzsituation zwischen Interessenten sorgt für den Druck zu einer schnellen Entscheidung - immerhin möchte man das Rennen um die vermeintliche Traumimmobilie nicht verlieren. Bei zu viel Hektik können allerdings wichtige Dinge übersehen werden.

 

Da beim Hauskauf viel Geld im Spiel ist und eine Fehlentscheidung richtig teuer werden kann, solltest Du Dich nicht treiben lassen und den Kaufvertrag nur dann unterzeichnen, wenn Du vollkommen hinter der Entscheidung stehst.

Fachkundige Personen zurate ziehen

Wenn Du in Immobilienangelegenheiten bisher keine Erfahrungen hast, solltest Du Dich nicht scheuen, Menschen um Hilfe zu bitten, die sich mit der Materie ein wenig auskennen.

 

Dies können Handwerker sein, die etwas zum Zustand der Immobilie sagen können oder Bank- und Notariatsangestellte, die sich mit Grundstückskaufverträgen und Finanzierungen auskennen.

 

Ein Schornsteinfeger oder Energieberater kann Dir Auskunft zu energetischen Baumaßnahmen geben. Oder Du tauschst Dich einfach mit jemandem aus, der bereits einen Hauskauf abgewickelt hat.

Schnäppchentipp: Zwangsversteigerung?

Vielleicht erscheint es Dir befremdlich, eine Immobilie aus einer Zwangsversteigerung heraus zu erwerben. Da ein Haus mit etwas Glück weit unter seinem eigentlichen Wert ersteigert werden kann, kann dies jedoch lohnenswert sein.

 

Sämtliche in Deutschland anhängige Zwangsversteigerungsverfahren können über das Portal https://www.zvg-portal.de/ eingesehen werden. Zu jeder Immobilie ist online ein Wertgutachten hinterlegt.

 

Manchmal ist es sogar möglich, die Immobilie vorab zu besichtigen. Hier lohnt es sich, mit dem Versteigerungsgericht oder dem versteigernden Gläubiger Kontakt aufzunehmen. So können auch weitere Fragen zur Versteigerung geklärt werden.

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Über den Autor:

Ricardo Tunnissen

zertifizierter VR-Gewerbekundenberater RWGA
diplomierter Bankbetriebswirt BankColleg

E-Mail: support@ricardotunnissen.de

LinkedIn: Profil ansehen

Ricardo Tunnissen kommt ursprünglich aus der Bankenwelt und arbeitete, bis zu Beginn seiner Selbständigkeit im Oktober 2018, als Trainee in der privaten Baufinanzierung, sowie der Firmen- und Gewerbekundenberatung einer Volksbank.

Während dieser Zeit erlangte er zudem den Kompetenznachweis zertifizierter VR-Gewerbekundenberater RWGA (GenoAkademie vorm. RWGA) und absolvierte ein Studium zum diplomierten Bankbetriebswirt BankColleg auf dem Campus Schloss Montabaur.

 

Erfahre hier mehr über die fachliche Qualifikation und die berufliche Laufbahn des Autors.

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