Festgeld Vergleich 2020 – Welches Festgeld ist das Beste? (Zinsen, Sicherheit, Verfügbarkeit)

Das Wichtigste im Überblick:

  • Ob ein Festgeld für dich Sinn macht hängt stark davon ab, ob du auf dein Geld für einen längeren Zeitraum verzichten kannst (und willst) und ob dir eine vollständige Sicherheit deines Geldes wichtig ist.
  • Damit die Geldanlage auf einem Festgeldkonto für dich Sinn macht, musst du mehr Zinsen erhalten, als bei einer Anlage auf einem Tagesgeldkonto. Sollten die Zinsen identisch sein, so würde eine Geldanlage auf einem Tagesgeld deutlich mehr Sinn machen, da du hier täglich über dein Geld verfügen kannst und dich nicht für einen längeren Zeitraum (ohne Vorteil) bindest.
  • Je länger du dein Geld bei einer Bank über ein Festgeldkonto anlegst, desto höher sind tendenziell auch die Zinsen die du dort bekommst.

So gehst du konkret vor:

  • Nutze den offiziellen Vergleichsrechner in diesem Ratgeber, um dir die Zinssätze bei den jeweiligen Banken anzusehen. Du kannst dort zwischen einer Anlagedauer von lediglich einem Monat, bis hin zu einer Anlagedauer von 10 Jahren frei wählen.
  • Die Eröffnung eines Festgeldkontos über einen der Anbieter im Vergleichsrechner ist sehr simpel und funktioniert in diesen 4 einfachen Schritten: 1. Wahl des attraktivsten Anbieters mit den besten Konditionen. 2. Antrag online ausfüllen 3. PDF-Unterlagen ausdrucken und unterschreiben 4. Geld auf das Festgeldkonto überweisen
  • Einlagensicherung beachten: Wenn du im Vergleichsrechner auf das kleine Infosymbol bei "Sicherheit" klickst, erfährst du ganz konkret, welche Summen bei dem jeweiligen Anbietern über die Einlagensicherung abgesichert sind.

Basiswissen: Was ist ein Feldgeldkonto?

Bei einem Festgeldkonto handelt es sich um ein Konto, auf welchem du dein Geld für einen fest vereinbarten Zeitraum anlegst und hierfür Zinsen erhältst. Im Gegensatz zu einem Tagesgeldkonto, bei welchem dein Geld täglich fällig ist (du also täglich darüber verfügen kannst), ist bei einem Festgeldkonto dein Geld für den vereinbarten Zeitraum nicht verfügbar.

 

Aufgrund der längeren Anlagedauer bei einer Bank, hat diese die Möglichkeit, sich mit deinem Geld längerfristig zu refinanzieren, als bei einer Geldanlage auf dem Tagesgeldkonto. Aus diesem Grund erhältst - tendenziell - auf einem Festgeldkonto mehr Zinsen, als auf einem Tagesgeldkonto.

 

Zudem liegt eine Besonderheit bei der Geldanlage auf einem Festgeldkonto darin, dass du dir einen festen Zinssatz für die gesamte Laufzeit sicherst. Dieser Zins kann konstant gleichbleibend sein oder gestaffelt steigen - je nach verstrichener Zeit. Sollte sich das Zinsniveau durch die Geldpolitik der EZB oder der FED ändern, so ist das Zins deines Festgeldkontos nicht davon betroffen. Dies kann sich - ja nach Zinsumfeld - positiv, wie negativ für dich auswirken.

 

Wenn du dir also vorstellen kannst, für einen Zeitraum X auf dein Geld zu verzichten, um so mehr Zinsen zu erhalten (bei 100%-iger Absicherung), als bei einer täglich fälligen Anlage, dann kann ein Festgeldkonto für dich sehr interessant sein.

Wie funktioniert Festgeld?

Eine Geldanlage auf dem Festgeld setzt voraus, dass du dir über die folgenden Punkte Gedanken gemacht hast:

 

  • Wie viel Geld möchte ich anlegen?
  • Wie lange kann ich auf mein Geld verzichten?
  • Ist mir eine besondere Einlagensicherung wichtig?

 

Eine besondere Einlagensicherung für dein Festgeld?

 

Wenn du dich jetzt fragen solltest, was ich mit "einer besonderen Einlagensicherung" meine, dann darf ich dich beruhigen: Auf dieses Thema werde ich im weiteren Verlauf dieses Artikels konkret eingehen (und dir die jeweiligen Vor- und Nachteile aufzeigen).

 

Ein Festgeld funktioniert so, dass du eine - zuvor - vereinbarte Summe deines Geldes auf ein Festgeldkonto einzahlst. Früher hast du hierzu eine spezielle Urkunde in Papierform erhalten, welche du zur regelmäßigen Zinsnachtragung in der Bank vorlegen musstest. Die erhaltenen Zinsen wurden dann auf die Rückseite gedruckt. Heute erhältst du nur noch auf Anfrage und in ganz seltenen Fällen eine solche Urkunde in Papierform.

 

Meist ist das Einzige, was du nach der Eröffnung eines Festgeldkontos erhältst, eine neue IBAN Nummer. Das spart Papier und schützt dich vor dem Verlust der Urkunde. (Auch wenn ein wenig Charme dadurch verloren geht.)

 

Festgeld Vergleich
Bildquelle: www.tagesgeldvergleich.net

 

Wann Festgeld anlegen?

Ob ein Festgeld für dich Sinn macht hängt stark davon ab, ob du auf dein Geld für einen längeren Zeitraum verzichten kannst (und willst) und ob dir eine vollständige Sicherheit deines Geldes wichtig ist. In diesem Fall kannst du über eine Geldanlage auf einem Festgeldkonto sehr gut nachdenken.

 

Solltest du dein Geld langfristig anlegen wollen und kannst dir vorstellen, an der Börse zu investieren, so empfehle ich dir meinen Depot Vergleich, über welchen du dir das Depot filtern kannst, welches am besten zu dir und deinen Vorstellungen passt.

Festgeld Vergleich

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Wie lange sollte man Festgeld anlegen?

Damit die Geldanlage auf einem Festgeldkonto für dich Sinn macht, musst du mehr Zinsen erhalten, als bei einer Anlage auf einem Tagesgeldkonto. Sollten die Zinsen identisch sein, so würde eine Geldanlage auf einem Tagesgeld deutlich mehr Sinn machen, da du hier täglich an dein Geld kommst und dich nicht für einen längeren Zeitraum (ohne Vorteil) bindest.

 

Wie lange du daher ein Festgeld anlegen solltest hängt von der Zinstabelle des jeweiligen Kreditinstitutes ab. Grundsätzlich lässt sich jedoch festhalten, dass du - in der aktuellen Marktsituation / im aktuellen Niedrigzinsumfeld - einen Zeitraum von mindestens 90 Tagen anpeilen solltest.

 

Tatsächlich wird eine Geldanlage von 90 Tagen keine wirkliche Zinsdifferenz gegenüber dem Tagesgeld aufweisen. Spannend wird eine Geldanlage ab einem Zeitraum von 1 Jahr und mehr. Nutze gerne meinen professionellen Vergleichsrechner in diesem Ratgeber, um dir die Zinssätze bei den jeweiligen Banken anzusehen. Du kannst dort zwischen einer Anlagedauer von lediglich einem Monat, bis hin zu einer Anlagedauer von 10 Jahren frei wählen.

 

Meine Empfehlung: Spiele innerhalb des Vergleichsrechners mit den Anlagezeiträumen und betrachte dabei die angebotenen Zinssätze. Auf diese Weise bekommst du ein gutes Gefühl, welche Anlagevariante am meisten Sinn für dich macht.

 

Bei einem festen Geldanlage über einen Zeitraum von 10 Jahren ist es natürlich sehr wichtig, dass du in diesem Zeitfenster nicht von einem steigenden Zinsniveau ausgehst. Entscheidest du dich beispielsweise für einen Anlagezeitraum von 10 Jahren, so sicherst du dir einen festen Zins für genau diesen Zeitraum. Sollte es nun passieren, dass innerhalb dieses Zeitraumes das Zinsniveau, durch die Geldpolitik der EZB oder der FED, steigt, so steigen auch die Zinsen für Geldanlagen.

Doch aufgepasst: Dadurch, dass du dich für eine Geldanlage über 10 Jahre entschieden hast, profitierst du eben nicht von diesem Zinsanstieg und behältst weiterhin die gleichen Zinssätze, die du beim Abschluss des Festgeldkontos vereinbart hast.

Ist ein Mindestanlagebetrag oder Höchstanlagebetrag zu beachten?

Je nach Anbieter kann es bestimmte Mindestanlagebeträge oder Höchstanlagebeträge geben. Damit du weißt, bei welchem Anbieter, welche Mindest- und Höchstanlagebeträge gelten, empfehle ich dir wieder die Nutzung des umfangreichen Vergleichsrechners innerhalb dieses Ratgebers.

 

Besonders bei den Volks- und Raiffeisenbanken und den Sparkassen sind Mindestanlagesummen von 500 Euro häufig zu finden. Eine Höchstgrenze gibt es dort - tendenziell - nicht.

 

Solltest du - angenommen - einen Betrag von 10 Millionen Euro anlegen wollen, kann es jedoch sehr gut sein, dass dir dies nicht gestattet wird. Aufgrund der aktuellen Zinspolitik der EZB und der konservativen Risikoausrichtung der Volks- und Raiffeisenbanken und der Sparkassen, würden diese Banken dein Geld annehmen und bei den Zentralbanken (zum Teil) parken müssen. Hierfür müssten diese Strafzinsen bezahlen, wodurch die jeweiligen Banken, bei denen du dein Festgeld über 10 Millionen Euro anlegst, deutliche Verluste machen.

Bessere Festgeldzinsen bei EU-Banken

Im Vergleich zu Deutschland bieten viele Banken in ausgewählten EU-Ländern deutlich höhere Zinsen auf Festgeldkonten für dich an. Bei Nicht-EU-Staaten wie beispielsweise Norwegen, Bulgarien und Kroatien sind die Unterschiede tendenziell noch größer, da diese Länder nicht von den Entscheidungen der Europäischen Zentralbank abhängig sind.

 

Festgeld Vergleich
Bildquelle: www.weltsparen.de

 

Bester Zinssatz für Festgeld mit langen Laufzeiten

Je länger du dein Geld bei einer Bank über ein Festgeldkonto anlegst, desto höher sind tendenziell auch die Zinsen die du dort bekommst. Der Grund besteht darin, dass Banken mit deinem Geld, solltest du dieses langfristig anlegen, auch langfristig arbeiten können, wodurch sich das Risiko minimiert, dass das zur Verfügung gestellte Geld kurzfristig abgezogen wird.

 

Eine wesentliche Aufgabe von Kreditinstituten besteht darin, einen Ausgleich zwischen kurzfristigen Geldanlagewünschen der Kunden und längerfristigen Geldaufnahmewünschen zu schaffen. Um dies zu ermöglichen, werden längerfristig vergebene Kredit mit kurzfristigen Einlagen (wie beispielsweise deinem Festgeld) refinanziert.

 

Bei diesem Vorgehen wird die sogenannte  Fristentransformation relevant. Die Fristentransformation ist eine der Hauptaufgaben der Kreditinstituten in einer Volkswirtschaft. Ziel ist es kurzfristige Geldanlagen in langfristige Kredite umzuwandeln.

 

Da die Zinssätze für dein Festgeld somit von individuellen Parametern (wie beispielsweise deiner gewünschten Laufzeit) abhängen, empfehle ich dir, mit dem Festgeld Vergleichsrechner die verschiedenen Laufzeiten durchzuspielen und darauf zu achten, wie sich der jeweilige Zinssatz verändert.

Festgeld oder Tagesgeld?

Im Grunde handelt es sich bei einem Tagesgeldkonto um ein Festgeldkonto (mit einer vereinbarten Laufzeit von einem Tag). Ob ein Festgeld für dich Sinn macht hängt stark von der Differenz zwischen dem Zinssatz für die Geldanlage in einem Festgeld und dem Zinssatz des Tagesgeldes ab.

 

Die Zinsdifferenz muss sich für dich, vor dem Hintergrund, dass dir dein Geld für den vereinbarten Zeitraum nicht zur Verfügung steht, lohnen. Ab welcher Summe sich dies für dich lohnt, entscheidest du individuell nach deinen Wünschen und Vorstellungen.

Festgeld im Vergleich mit anderen Anlageformen

Im Vergleich zu einer Geldanlage beispielsweise an der Börse, unterliegt dein Geld bei einem Festgeldkonto der Einlagensicherung. Bankeinlagen sind innerhalb der Europäischen Union bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank gesetzlich geschützt. Die Einlagensicherung gilt dabei für deine Tagesgeld-, Festgeld- und Girokonten, sowie für deine Sparguthaben und Sparbriefe.

 

In Deutschland gibt es neben der gesetzlichen Einlagensicherung zusätzlich freiwillige Sicherungssysteme, die gewährleisten sollen, dass bei einer Bankenpleite Kundengelder in Millionenhöhe oder sogar vollständig zurückgezahlt werden können.

 

Beispielsweise bei Volks- und Raiffeisenbanken tritt der BVR (Bundesverband Volks- und Raiffeisenbanken) in genau einem solchen Fall ein. Faktisch werden auf diese Weise deine Einlagen in unbegrenzter Höhe geschützt.

 

Innerhalb des Vergleichsrechners auf dieser Seite kannst du selektieren, ob du dein Geld ausschließlich bei einem Anbieter anlegen möchtest, der dir die deutsche Einlagensicherung garantiert, oder ob dir eine Einlagensicherung über andere Ländern genügt. Die Einlagensicherung von anderen Ländern unterscheidet sich von der deutschen Einlagensicherung. Wenn du im Vergleichsrechner auf das kleine Infosymbol bei "Sicherheit" klickst, erfährst du ganz konkret, welche Summen bei dem jeweiligen Anbieter abgesichert sind.

Wer darf ein Festgeldkonto eröffnen?

Ein Festgeldkonto darf jeder volljährige und voll geschäftsfähige Mensch eröffnen. Solltest du noch nicht volljährig sein, müssen deine gesetzlichen Vertreter (meist deine Eltern) der Kontoeröffnung zustimmen.

 

Das Vermögen eines Mündels – einer Person, für die ein Vormund, Pfleger oder Betreuer bestellt wurde, zum Beispiel Kinder, deren Eltern verstorben sind – muss sicher angelegt werden. Die Geldanlage mittels eines Festgeldkontos erfüllt diese Voraussetzungen, wodurch die Geldanlage auf einem Festgeldkonto als mündelsicher angesehen wird.

Welche Unterlagen sind zur Eröffnung eines Festgeldkontos erforderlich?

Für die Eröffnung eines Festgeldkontos solltest du die folgenden Unterlagen bereithalten / zur Verfügung stellen:

 

  • gültiger Personalausweis
  • eine IBAN Nummer, die als Referenzkonto hinterlegt werden kann

 

Die Eröffnung eines Festgeldkontos über einen der Anbieter im Vergleichsrechner ist sehr simpel und funktioniert in diesen 3 einfachen Schritten:

 

  1. Antrag online ausfüllen
  2. PDF-Unterlagen ausdrucken und unterschreiben
  3. Geld auf das Festgeldkonto überweisen

Hast du Fragen oder Ideen? Kontaktiere mich gerne per E-Mail.

Festgeld Vergleich: Wo gibt es die besten Konditionen?

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Über den Autor:

Ricardo Tunnissen

Ricardo Tunnissen

zertifizierter Gewerbekundenberater RWGA
VR-BeraterPass ServiceBeratung RWGA
Bankbetriebswirt BankColleg

 

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E-Mail: support@ricardotunnissen.de

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Ricardo Tunnissen hat das Bankgeschäft von der Pike auf gelernt. Nach Abschluss seiner Ausbildung zum Bankkaufmann IHK, bei einer regionalen Volksbank, startete er als Privatkundenberater mit einer Veranwortung für über 3.000 eigene Kunden.

 

Sowohl während seiner Zeit als Finanzierungsspezialist in der privaten Baufinanzierung, sowie als Gewerbekundenberater in der Firmen- und Gewerbekundenabteilung, bildete er sich zum zertifizierten Gewerbekundenberater RWGA weiter und erhielt über eine zusätzliche Weiterbildung den VR-BeraterPass ServiceBeratung RWGA.

 

Es folgte ein berufsbegleitendes Studium zum Bankfachwirt BankColleg, Bankbetriebswirt BankColleg und zur Zeit zum Dipl. Bankbetriebswirt BankColleg im Schloss Montabaur.

Erfahre hier mehr über die fachlichen Qualifikationen und die berufliche Expertise vom Autor.

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  • Ricardo Tunnissen
    Online Finanzratgeber
    48145 Münster